Eskalation am Himmel: Israels Luftwaffe zerstört letztes Yemenia-Flugzeug
In einer erneuten Zuspitzung des Konflikts hat die israelische Luftwaffe den letzten Passagierjet der jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia auf dem internationalen Flughafen von Sanaa zerstört. Der Flughafenleiter, Chalid al-Schaif, bestätigte, dass das letzte im Einsatz befindliche Yemenia-Flugzeug bei einem Angriff vollständig zerstört wurde. Auf der Plattform X veröffentlichte er ein eindrucksvolles Bild eines Wracks, das umgeben von Trümmern und Einsatzfahrzeugen zeigt, dem Vorfall folgte eine mediale Berichterstattung seitens des Huthi-nahen Senders Al-Masirah, der von insgesamt vier israelischen Angriffen auf die Landebahn und das Flugzeug berichtete. Bereits drei Wochen zuvor hatte es einen ähnlichen Angriff auf den Flughafen gegeben.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu begründete die Militäraktion als Vergeltungsmaßnahme gegen wiederholte Angriffe der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen von Tel Aviv. "Wer uns schadet, dem werden wir ebenfalls schaden", kommentierte Netanjahu die Situation entschlossen. Auch der israelische Verteidigungsminister Israel Katz stellte klar, dass das Militär jenes Flugzeug zerstört habe, welches die Huthi zur Durchführung ihrer Flüge genutzt hatten.
Die zerstörte Maschine hatte jüngst hunderte muslimische Pilger nach Saudi-Arabien befördert, wo die große Wallfahrt Hadsch bevorsteht. Diese jüngste Eskalation steht im Kontext der regelmäßigen Angriffe der Huthi-Miliz auf israelisches Gebiet, die als Ausdruck der Solidarität mit der Hamas erfolgen. Parallel führen sowohl Israel als auch dessen Verbündeter USA militärische Operationen im Jemen durch, darunter Bombardements strategisch bedeutender Orte wie der Hafenstadt Hudaida.
Erst am Dienstag vermeldete das israelische Militär das Abfangen einer aus dem Jemen kommenden Rakete. Die Huthi erhoben Anspruch auf mehrere Angriffe gegen Israel, und vor drei Wochen schlug eine Rakete in der Nähe des Tel Aviver Flughafens ein, was mehrere Verletzte forderte und viele internationale Airlines dazu veranlasste, ihre Flüge nach Israel vorläufig einzustellen.

