Erzeugerpreise in Deutschland weiter im Sinkflug: Energiepreise als Beschleuniger
Die erfreuliche Entwicklung der Erzeugerpreise in Deutschland setzt sich aufgrund gesunkener Energiekosten fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden fielen die von Herstellern verlangten Preise im Dezember um bemerkenswerte 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies markiert den zehnten Monat in Folge eines Preisrückgangs und den stärksten seit April 2024. Die Prognosen der Analysten lagen lediglich bei einem Rückgang von 2,4 Prozent.
Betrachtet man das gesamte Jahr 2025, so waren die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise im Dezember um 0,2 Prozent, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Der Index der Erzeugerpreise verfolgt die Preisentwicklung in verschiedenen Sektoren wie Bergbau, verarbeitendes Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft bei Produkten, bevor diese in den Handel gelangen. Somit schlagen die Erzeugerpreise schlussendlich auch auf die Verbraucherpreise durch.
Energie ist weiterhin der treibende Faktor dieser Entwicklung. Im Dezember war Energie um 9,7 Prozent günstiger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders Erdgas hatte einen signifikanten Einfluss, da dessen Preis um 14,6 Prozent fiel. Auch elektrischer Strom trug zur Entspannung der Lage bei, indem er wesentlich weniger kostete.

