Erwartungen auf Zinssenkung steigen nach moderater Inflation im Mai
Die jüngsten Inflationszahlen aus den USA könnten die Federal Reserve dazu veranlassen, die Leitzinsen früher als erwartet zu senken. Berechnungen des Bureau of Labor Statistics zeigen, dass die Inflation im Mai im Jahresvergleich um 2,4% gestiegen ist, was unter den Prognosen der Finanzmärkte liegt.
Besonders die Wohnkosten trugen erheblich zur Teuerung bei, während andere erwartete Preisanstiege insbesondere bei hoch tariffähigen Gütern ausblieben. Obwohl Vertreter der Federal Reserve bislang davon abgesehen haben, den Leitzins angesichts der Zollstreitigkeiten zu senken, könnte der neue Inflationsbericht für Entspannung sorgen.
Zwar wird in der bevorstehenden Sitzung der Fed kaum mit einem Zinsschritt gerechnet, doch die Aussichten auf eine Senkung in naher Zukunft könnten sich verbessern. Scott Anderson, Chefökonom bei BMO, kommentierte, dass die positiven Entwicklungen bei der Verbraucherpreisinflation zwar nicht unmittelbar zu einer Zinssenkung führen, diese aber bis September realistischer erscheinen lassen.
Doch trotz der Zoll-Waffenruhe zwischen den USA und China bleiben Zölle ein potenzielles Risiko für steigende Inflation, so Anderson. Der Bericht führte zu einer Erhöhung der Erwartungen auf eine Zinssenkung um einen viertel Punkt im September auf 57,1% - gegenüber 53,5% am Vortag - wie das FedWatch Tool der CME Group zeigt, das auf Basis von Terminkontrakten Bewegungen der Zinssätze prognostiziert.

