Ertragslage der LBBW trotz widriger Umstände bemerkenswert stabil
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verzeichnete im Jahr 2024 aufgrund wirtschaftlicher Turbulenzen einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 10 Prozent, auf insgesamt 1,23 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Rainer Neske kommentierte zuversichtlich aus Stuttgart, dass das trotz großer Herausforderungen erzielte Ergebnis die Stärke der LBBW eindrucksvoll unterstreiche. Dieses Resultat markiere das zweitbeste in der Geschichte der Bank, die für das nächste Geschäftsjahr weiterhin optimistisch einen Vorsteuergewinn von über einer Milliarde Euro anstrebt.
Ein leichter Personalzuwachs prägt die aktuelle Unternehmenskultur. Alle vier Kundensegmente der LBBW erzielten Gewinne im dreistelligen Millionenbereich. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland verstärkte die Bank ihre Vorsorge für notleidende Kredite erheblich, wobei sich die Risikovorsorge von 254 auf 360 Millionen Euro erhöhte. Dies resultiert aus den Entwicklungen auf den Immobilienmärkten und der schwächelnden Wirtschaft, die viele Unternehmen belasten. Trotz dieser Erhöhung bleibt die Risikolage stabil, mit einer Quote für leistungsgestörte Kredite von 0,6 Prozent – ein respektabler Wert im Branchenvergleich.
Im Zuge eines strategischen Personalaufbaus als Reaktion auf den demografischen Wandel verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen um vier Prozent auf 9.829 Beschäftigte.
Die kommenden Monate werden nach Einschätzung der größten deutschen Landesbank weiterhin herausfordernd bleiben. Angesichts der düsteren wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland und anhaltender geopolitischer Unruhen hat die LBBW ihre Strategie frühzeitig entsprechend angepasst. Mit ihrer umfassenden Expertise als Universalbank und einem kompetenten Team sieht sich die Bank gut aufgestellt, um auch künftig erfolgreich zu expandieren.

