Erste Hilfstransporte erreichen wieder den Gazastreifen
Nach der kürzlich aufgehobenen israelischen Blockade sind erneut Lkw mit humanitären Hilfsgütern im Gazastreifen angekommen. Wie von der israelischen Behörde Cogat verlautbart wurde, passierten am Sonntag 107 Lastwagen mit dringend benötigten Waren wie Mehl und anderen Nahrungsmitteln den Grenzübergang Kerem Schalom und setzten ihre Fahrt in den Küstenstreifen fort.
Diese Hilfe ist Teil der internationalen Anstrengungen unter der Federführung der Vereinten Nationen, um die humanitäre Lage vor Ort zu verbessern. Die Transporte wurden zuvor von israelischen Beamten kontrolliert. Es ist ein Zeichen der erneuten Entspannung nach der im März von Israel initiierten Blockade aller Hilfslieferungen und der zeitgleichen Beendigung des Waffenstillstands mit der Hamas. Ziel dieser Maßnahmen war es, den Druck auf die Freilassung der in Geiselhaft gehaltenen Personen zu erhöhen.
Trotz der erfolgten Lieferungen gibt es seitens der Vereinten Nationen und anderer Hilfsorganisationen deutliche Kritik an ihrem Umfang. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die bisher eingetroffenen Transportmengen als „Teelöffel“ im Vergleich zu dem tatsächlichen Bedarf. Aus dem Gazastreifen werden zudem berichtete chaotische Szenen bei der Verteilung sowie Plünderungen von Hilfstransportern gemeldet.
Israel wiederum erhebt den Vorwurf, dass die Hamas Hilfsgüter zweckentfremde, was von der internationalen Gemeinschaft jedoch als unbelegt angesehen wird.

