Erstaunliche Zahlen, aber Bedenken bei der Bewertung: Palantir im Fokus
Nach Veröffentlichung der beeindruckenden Zahlen für das dritte Quartal haben Investoren beim US-Softwareunternehmen Palantir Gewinne realisiert. Dies führte zu einem Rückgang der Aktie im vorbörslichen US-Handel um über sechs Prozent auf etwa 194 US-Dollar. Trotz dieses Kursrückgangs hatten die Palantir-Aktien seit 2025 einen beachtlichen Wertzuwachs von 174 Prozent verzeichnet. Das Softwareunternehmen glänzte dabei mit einer Marktkapitalisierung von fast einer halben Billion Dollar und wies ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von nahe 500 auf, was selbst für wachstumsstarke Unternehmen als außergewöhnlich hoch gilt.
Im dritten Quartal konnte Palantir seinen Umsatz um bemerkenswerte 63 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar steigern und übertraf damit die Erwartungen der Analysten zum 21. Mal in Folge. Darüber hinaus lag der Gewinn je Aktie bei 21 Cents und somit deutlich über den prognostizierten 17 Cents. Diese robusten Geschäftsergebnisse führten dazu, dass das Unternehmen seine Jahresumsatzprognose anhob.
Analysten, darunter Matt Britzmann von Hargreaves Lansdown, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der ambitionierten Bewertung der Aktie. Trotz der erneut starken Quartalszahlen sei es angesichts eines Kurs-Umsatz-Verhältnisses von 85 schwierig, den aktuellen Kursstand zu rechtfertigen. Dieses Verhältnis machte die Palantir-Aktie sogar zur am höchsten bewerteten Aktie im S&P 500. Auch Analyst Brent Hill von Jefferies betonte die Diskrepanz zwischen den herausragenden Geschäftszahlen und der extremen Bewertung. Die Experten der Deutschen Bank ergänzten zudem, dass klare Prognosen zur künftigen Geschäftsentwicklung fehlten.

