Erneute Sperrung des Kanals von Korinth: Historischer Meilenstein vor neuen Hürden
Der Kanal von Korinth, ein beeindruckendes Meisterwerk der Ingenieurskunst und zugleich eine beliebte Touristenattraktion in Griechenland, wird für umfangreiche Sanierungsarbeiten erneut geschlossen. Die Betreiberfirma verkündete, dass die Wasserstraße ab dem 14. Oktober 2025 vollständig für den Schiffsverkehr gesperrt wird, um die finale Phase der Hangsanierung zu ermöglichen.
Bereits seit 2023 ist der Kanal, der durch seine imposanten bis zu 85 Meter hohen Felswände besticht, immer wieder wegen instabiler Uferhänge geschlossen worden. Auf die wichtige Verbindung zwischen dem Ionischen Meer und der Ägäis sind vor allem Schiffe mit einer Breite von unter 17 Metern angewiesen, um den weiten Umweg um die Peloponnes zu vermeiden. Doch ein genaues Datum für die Wiedereröffnung bleibt vorerst unklar.
Historisch betrachtet, strebten schon die alten Griechen danach, die Landenge von Korinth schiffbar zu machen. Damals schufen sie den Diolkos, eine kunstvolle Steinstraße mit eingelassenen Rillen. Über diese wurden Schiffe auf Wagen gezogen, was eine frühe Form der Schlepp- oder Rollstraße darstellte. Diese Lösung verband bereits damals die beiden Golfen und sparte den Schiffen erhebliche Zeit.

