Erneute Spannungen im Osten der Ukraine: Russlands Offensive flackert auf
Die militärische Lage im Osten der Ukraine bleibt angespannt, nachdem die von Moskau angekündigte Feuerpause abgelaufen ist. Russische Truppen haben wieder Angriffe gestartet, obwohl diese momentan geringer ausfallen als zuvor.
Der Generalstab der Ukraine in Kiew gab über die Plattform Telegram bekannt, dass am späten Nachmittag 67 Angriffe von russischer Seite auf mehreren Frontabschnitten gezählt wurden. In der jüngsten Vergangenheit wurden häufig fast 100 Kampfhandlungen pro Tag verzeichnet.
Ein besonders intensiver Angriffsschwerpunkt ist derzeit die Region um Pokrowsk. Hier versuchten russische Einheiten 36 Mal die ukrainischen Verteidigungen zu durchbrechen, jedoch ohne Erfolg.
Die Angaben können nicht unabhängig verifiziert werden, jedoch zeigen sie das angespannte Klima in der Region. Zusätzlich berichteten Stellen aus der Umgebung der im äußersten Osten gelegenen Großstadt Charkiw über vermehrte russische Luftangriffe.
Im kleinen Dorf Sadowod wurden zwei Frauen verletzt, als das Dach ihres Wohnhauses von einer Flugzeugbombe getroffen wurde, gab der regionale Zivilschutz bekannt. Die russischen Streitkräfte lehnen weiterhin alle Aufrufe zu einem Waffenstillstand ab, ein Schritt, der als notwendige Voraussetzung für Friedensgespräche gilt.
Der Kreml will dem Gegner so keine Möglichkeit bieten, sich neu zu gruppieren oder Nachschub an Waffen in die betroffenen Gebiete zu bringen.

