Erneute Spannungen im Nahen Osten: Eskalation in Gaza und regionale Auswirkungen
In einer sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten hat Israels Luftwaffe innerhalb von zwei Tagen 50 Hochhäuser in Gaza zerstört, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu. Diese Aktionen seien erst der Auftakt einer intensivierten militärischen Bodenoffensive zur vollständigen Einnahme der Stadt Gaza, wo rund eine Million Menschen leben. Angesichts der bevorstehenden Bodeninvasion forderte Netanjahu die Einwohner auf, die Stadt zu verlassen. Hilfsorganisationen warnen vor dramatischen humanitären Folgen in der Region.
Trotz der offenkundigen Absicht, die Zivilbevölkerung bei den Angriffen zu verschonen, berichten unterschiedliche Quellen von zahlreichen zivilen Opfern. Nigerianischen Angaben zufolge starben allein am Montag 38 Personen in Gaza, während insgesamt 59 Opfer im gesamten Gazastreifen gezählt wurden. International gibt es weiterhin Kritik am harten Vorgehen der israelischen Streitkräfte, während für deren Haltung auch Unterstützung zu finden ist.
Zusätzlich zu den zivilen Opfern verlor das israelische Militär vier Soldaten bei einem Angriff im Norden des Gazastreifens, von dem berichtet wird, dass er durch Mitglieder der Hamas ausgeführt wurde. Währenddessen verfolgt US-Präsident Donald Trump eine diplomatische Lösung und brachte einen Vorschlag für einen Waffenstillstand im Gaza-Konflikt ein. Dieser sieht die Freilassung aller Geiseln im Austausch gegen das Einstellen der israelischen Offensive vor.
Die Spannungen beschränken sich nicht nur auf Gaza: In Dschenin im Westjordanland meldeten palästinensische Berichte den Tod zweier 14-Jähriger durch Schüsse israelischer Soldaten. Auch im Libanon wurden bei Angriffen auf Hisbollah-Stellungen fünf Kämpfer getötet, trotz einer bestehenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, die immer wieder durch gegenseitige Beschuldigungen der Vertragsverletzung belastet wird.

