Erneute Ermittlungen bei DWS am Tag der Bilanzvorstellung
Just am Tage, an dem die DWS ihre Bilanzergebnisse des Jahres 2023 der Öffentlichkeit präsentierte, erhielt die Fondstochter der Deutschen Bank erneuten Besuch von der Staatsanwaltschaft. Im Zentrum der Untersuchung stehen die seit Monaten andauernden Ermittlungen aufgrund von Greenwashing-Vorwürfen. Laut Mitteilung des Unternehmens ist die Kooperation mit den Behörden zur Beschleunigung des Prozesses in vollem Gange. Obgleich die Staatsanwaltschaft sich bisher nicht zu den Vorgängen äußerte, bekräftigte DWS ihre Bereitschaft zur vollen Unterstützung der Ermittlungen.
Im Kern geht es um den Verdacht, dass DWS Finanzprodukte unter besonderer Betonung ökologischer Nachhaltigkeit vermarktet haben könnte, ein Vorgehen, das landläufig als "Greenwashing" bekannt ist. Betroffen von den Ermittlungen sind unter anderem ein ehemaliger hochrangiger Verantwortlicher sowie weitere bisher nicht namentlich identifizierte Angehörige des Unternehmens.
Eine vorangegangene Durchsuchung fand bereits im Mai 2022 statt, woraufhin im darauf folgenden Monat der damalige Chef Asoka Wöhrmann durch Stefan Hoops abgelöst wurde. Zuletzt rückten Vertreter des Bundeskriminalamts sowie der Staatsanwaltschaft im Januar dieses Jahres für weitere Erhebungen bei DWS in Frankfurt an. Dabei wurde seitens der DWS auf die Überprüfung und Bereitstellung von rund drei Millionen Dokumenten hingewiesen, die im Rahmen des Verfahrens analysiert wurden.
Diese neuerlichen Entwicklungen dürften das Anlegervertrauen berühren und den Druck auf DWS erhöhen, schnell für Transparenz und Aufklärung zu sorgen. (eulerpool-AFX)

