Konflikte

Erneut großer Militärschlag gegen Huthi-Miliz

23. Januar 2024, 02:20 Uhr · Quelle: dpa
Die Huthi-Miliz hat eine Bedrohungslage im Roten Meer geschaffen - und gefährdet damit eine wichtige Schiffsroute. Nun holen die USA, Großbritannien und Verbündete erneut zum Gegenschlag aus.

Washington/Sanaa (dpa) - Die USA und Großbritannien haben mit der Unterstützung weiterer Verbündeter erneut Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen angegriffen. Bei einem koordinierten Militärschlag seien acht Standorte der vom Iran unterstützten Huthi attackiert worden, teilten die Verbündeten in einer gemeinsamen, vom Pentagon veröffentlichten Erklärung mit. Ziel der Angriffe seien unter anderem ein unterirdisches Waffenlager, Raketensysteme und Abschussrampen der Huthi gewesen.

Die Miliz greift seit Beginn des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas immer wieder Frachter mit angeblicher Verbindung zu Israel an. Nach Pentagon-Angaben waren es seit Mitte November mehr als dreißig Schiffe. Angesichts der Gefahren meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa durch das Rote Meer und den Suez-Kanal. Das hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Erklärtes Ziel der USA und ihrer Verbündeten ist es, die militärischen Fähigkeiten der Huthi zu schwächen. Ein hochrangiger Vertreter der US-Armee sagte, man gehe davon aus, dass der jüngste Schlag gegen die militanten Islamisten erfolgreich gewesen sei. Dabei kamen nach seinen Angaben Marschflugkörper vom Typ Tomahawk sowie Kampfjets zum Einsatz. Australien, Bahrain, Kanada und die Niederlande hätten mit Geheimdienstinformationen und Überwachungsmaßnahmen unterstützt.

In der gemeinsamen Erklärung hieß es: «Unser Ziel bleibt es, die Spannungen zu deeskalieren und die Stabilität im Roten Meer wiederherzustellen, aber lassen Sie uns unsere Warnung an die Huthi-Führung wiederholen: Wir werden nicht zögern, die Menschenleben und den freien Fluss des Handels auf einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt (...) zu verteidigen.»

Zweiter Militärschlag in zwei Wochen

Es handelt sich um den zweiten koordinierten Militärschlag dieser Größenordnung binnen knapp zwei Wochen. In der Nacht zum 12. Januar hatte es bereits eine ähnliche Militäraktion der USA und Großbritanniens mit der Unterstützung Verbündeter gegeben: Damals waren knapp 30 Stellungen der Huthi angegriffen worden. In den Tagen danach folgten weitere eigenständige Angriffe des US-Militärs auf Huthi-Stellungen. Die militant-islamistische Gruppe attackiert dennoch weiter Schiffe im Roten Meer. Auch am Montag reklamierte sie einen Angriff auf den US-Frachter «Ocean Jazz» für sich. Das Pentagon wies diese Behauptung aber als falsch zurück.

Die Lage in Nahost war auch Gegenstand eines Telefonats zwischen US-Präsident Joe Biden und dem britischen Premierminister Rishi Sunak, wie der Nationale Sicherheitsrat in Washington mitteilte. Konkret sei es um die Vorgänge im Roten Meer gegangen und um die Notwendigkeit, die gemeinsame, internationale Strategie zur Schwächung der Huthi beizubehalten. Erst am Donnerstag hatte Biden deutlich gemacht, die Angriffe gegen die Huthi fortsetzen zu wollen - auch wenn sie die Miliz bislang nicht gestoppt hätten. Am Vortag hatten die USA die Huthi auf die Liste weltweit agierender Terrororganisationen gesetzt.

Politik / Konflikte / Krieg / Militär / Schifffahrt / Huthi-Miliz / Militärschlag / Gaza / USA / Großbritannien / Jemen / Israel / Palästinensische Gebiete
23.01.2024 · 02:20 Uhr
[0 Kommentare]
Vorstellung Freiburger Subventionsbericht zu Finanzhilfen des Bundes am 14.04.2026
Berlin - Der deutsche Staat stellt im Jahr 2026 insgesamt 321 Milliarden Euro an Subventionen bereit. Diese Summe entspricht sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts und beläuft sich auf rund 7.000 Euro pro arbeitendem Bürger, wie aus dem Freiburger Subventionsbericht hervorgeht, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach liegt der Betrag nur […] (00)
vor 2 Minuten
Oasis
(BANG) - Oasis werden in die 'Rock and Roll Hall of Fame'-Klasse 2026 aufgenommen. Die Britpop-Ikonen gehören zu der illustren Gruppe, die später in diesem Jahr bei einer Zeremonie in Los Angeles geehrt wird, und führen die Kategorie der Interpreten an, gemeinsam mit Iron Maiden, Phil Collins, Billy Idol, Joy Division/New Order, Sade, Luther Vandross […] (00)
vor 1 Stunde
Eine junge Frau liest eine Nachricht auf einem Smartphone
Berlin (dpa/tmn) - Wer ein Smartphone mit anderen teilt, es öfter einmal entsperrt aus der Hand gibt oder einfach vorsorgen möchte, kann WhatsApp-Chats gezielt vor neugierigen Blicken schützen. Der Schutz wird aktiviert, indem man auf den jeweiligen Chat länger drückt und dann «Chat sperren» auswählt. Dann landet der Chat in einem Ordner namens […] (00)
vor 10 Stunden
WILL: Follow The Light – Entwickler verschieben das Release Datum – das ist der Grund
Ein neues Debüt verdient einen makellosen Auftritt. TomorrowHead Studios hat für sein erstes Spiel, WILL: Follow The Light, kurz vor dem ursprünglichen Erscheinungstermin die Reißleine gezogen – nicht aus Panik, sondern aus einem Qualitätsanspruch, der in der heutigen Spielebranche alles andere als selbstverständlich ist. Was dahintersteckt und wann du […] (00)
vor 29 Minuten
Primetime-Check: Montag, 13. April 2026
Konnte der Sat.1-Hund am Primetime-Sieg bei den 14-49-Jährigen schnüffeln? Beginnen wir auch zum Start in diese Woche gewohnt bei der Gesamtzuschauerschaft: Diesbezüglich war es das Zweite Deutsche Fernsehen mit dem Krimi Die Toten vom Bodensee - Schicksalsrad, das die höchste Reichweite holte. Denn die Produktion holte dominante 6,11 Millionen, ganz starke 25,9 Prozent ab drei Jahren […] (00)
vor 1 Stunde
Leon Draisaitl
Edmonton (dpa) - Eishockey-Star Leon Draisaitl ist kurz vor Beginn der Playoffs in der NHL ins Training zurückgekehrt. Der deutsche Nationalspieler von den Edmonton Oilers war zuletzt von einer nicht näher genannten Verletzung am Unterkörper außer Gefecht gesetzt. Ob der gebürtige Kölner rechtzeitig zum Start der K.o.-Phase am Samstag fit wird, muss […] (01)
vor 3 Stunden
nahaufnahme von bitcoin-symbolschildern im freien, die moderne kryptowährungstrends widerspiegeln.
Angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten zeigen sich Investoren zunehmend vorsichtig. Auch der XRP-Markt erlebt erhebliche Schwächen, da sich Händler offenbar von der Kryptowährung zurückziehen. Neue Daten deuten darauf hin, dass der Derivatemarkt von XRP stark betroffen ist. Schwache spekulative Nachfrage Glassnode berichtete, dass […] (00)
vor 49 Minuten
Hendor: Prozesssicherheit durch intelligente Pumpen- und Filtersysteme
Hilden, 14.04.2026 (PresseBox) - Hendor Pumps & Filters zeigt an Stand C41 (35) der SurfaceTechnology GERMANY 2026, wie intelligente Pumpen- und Filtersysteme zur nachhaltigen Sicherung von Qualität, Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit beitragen.  Hendor  entwickelt seit über 75 Jahren chemiebeständige Pumpen- und Filtersysteme für anspruchsvolle […] (00)
vor 1 Stunde
 
Interview mit SPD-Chef Lars Klingbeil
Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die angekündigten […] (02)
regentropfen
Nacht zum Dienstag mit Schauern und Aufklarungen im Westen In der Nacht zum Dienstag […] (01)
Amtsgericht (Archiv)
Wiesbaden - Im Januar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 1.919 beantragte […] (01)
Pete Hegseth
Washington/Jakarta (dpa) - Vor dem Hintergrund wachsender strategischer Konkurrenz im […] (00)
Britney Spears
(BANG) - Britney Spears wird dazu aufgefordert, nach ihrem Aufenthalt in einer Reha […] (00)
Helene Bubrowski kommt 2027 zur FAZ zurück
2024 wechselte sie zu "Table.Briefings", seit 2025 ist sie dort Ko-Chefredakteurin. Bekannt ist […] (01)
Apple Smart Brillen mit verschiedenen Rahmenstilen im Test
Wie Mark Gurman in der aktuellen Ausgabe seines Power On-Newsletters […] (00)
Blitzer-Marathon im April: Darauf sollten Autofahrer jetzt unbedingt achten
Es ist wieder so weit: In der Woche vom 13. bis zum 19. April findet in ganz […] (00)
 
 
Suchbegriff