Ermittlungsausschuss klassifiziert Brückeneinstürze in Russland als Terrorakte
Das russische Ermittlungskomitee hat die dramatischen Brückeneinstürze in den Regionen Kursk und Brjansk offiziell als Terrorakte eingestuft. Die Sprecherin des Komitees, Swetlana Petrenko, bestätigte der Nachrichtenagentur Interfax, dass die Vorfälle entsprechend bewertet werden.
In der Nacht zum Sonntag ereigneten sich in den an die Ukraine grenzenden Gebieten Kursk und Brjansk zwei schwere Zwischenfälle: Züge entgleisten aufgrund eingestürzter Brücken. Der Gouverneur der Region Kursk, die teilweise von ukrainischen Truppen besetzt war, Alexander Chinschtejn, berichtete zunächst von einem Verletzten.
In Brjansk jedoch war die Lage deutlich folgenschwerer. Sieben Menschen verloren ihr Leben und etwa 70 weitere, darunter drei Kinder, erlitten Verletzungen, wie Alexander Bogomas bestätigte. Zudem wurde eine Explosion auf der Brücke gemeldet.
Im Kreml wurden umgehend Schritte eingeleitet: Präsident Wladimir Putin führte Telefongespräche mit dem Chef der Russischen Eisenbahn und dem Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomas. Putin erhielt noch in der Nacht umfassende Berichte zu den Vorfällen.
Der Hintergrund ist der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der bereits seit mehr als drei Jahren andauert. Dabei werden auch regelmäßig Sabotageakte und Anschläge auf russischem Territorium vermeldet, die mutmaßlich von ukrainischen Geheimdiensten verübt werden.

