Erleichterte Anlegerstimmung nach Powell-Turbulenzen
Am US-amerikanischen Anleihemarkt kehrt nach den jüngsten Turbulenzen wieder eine gewisse Ruhe ein. Die Kurse der US-Staatsanleihen zeigten am Donnerstag eine leichte Aufwärtsbewegung.
So verzeichnete der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) einen Anstieg um 0,08 Prozent auf 110,72 Punkte, wodurch die Rendite dieser Anleihen auf 4,43 Prozent sank. Dieses positive Signal folgte auf Beruhigungsschritte von US-Präsident Trump, der zuvor eine mögliche Entlassung von Fed-Chef Jerome Powell in Betracht gezogen hatte.
Nach Konsultationen mit republikanischen Senatoren scheint Trump von diesem Vorhaben abzurücken, was von den Märkten mit Erleichterung aufgenommen wurde. Gleichzeitig betonte der Präsident der New Yorker Regionalnotenbank, John Williams, die essentielle Bedeutung der Unabhängigkeit der Notenbank, was insbesondere den längerfristigen Anleiherenditen Auftrieb gab.
Zusätzlich stützten positive Konjunkturdaten aus den USA die Märkte. Der Juni zeigte einen unerwartet starken Anstieg im Einzelhandelssektor, was Analysten wie Ulrich Wortberg von der Helaba optimistisch stimmt.
Wortberg hob zudem den beeindruckenden Anstieg des Philadelphia-Fed-Index und den Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hervor. Diese robusten Zahlen unterstreichen die Stärke der US-Wirtschaft und nehmen Druck von der US-Notenbank, schnelle Zinssenkungen vorzunehmen, was die Spekulationen über baldige Zinssenkungen dämpft.

