Erholung bei Bundesanleihen dank gesunkener Renditen und verbesserter Stimmung
Die Woche begann für die deutschen Bundesanleihen mit einer leichten Erholung von den Rückschlägen des vergangenen Freitags. Der Euro-Bund-Future, ein bedeutendes Barometer für den Anleihemarkt, kletterte um 0,15 Prozent und notierte bei 131,08 Punkten. Dies ging einher mit einem Rückgang der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,51 Prozent.
Der vorherige Druck auf die als sicher geltenden Staatspapiere resultierte aus positiver Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Ein wichtiger Impulsgeber war dabei die sich verbessernde Kommunikation zwischen China und den USA bezüglich des anhaltenden Zollstreits. Jüngste Berichte, wie die von René Albrecht von der DZ Bank, zeigen, dass China mittlerweile offener für Verhandlungen ist und US-Produkte im Wert von einem Viertel der Importe von Zöllen ausnimmt.
Der Wochenanfang rückte vor allem Stimmungsindikatoren in den Blickpunkt. Europas gelassene Reaktion auf US-Zölle führte zu einer leichten Entspannung der wirtschaftlichen Aussichten im Euroraum. Dies spiegelte sich in einem unerwartet starken Anstieg des vom Analyseinstitut Sentix erhobenen Konjunkturindikators wider, obgleich dieser noch immer negativ bleibt.
Weitere Einblicke in die Stimmungslage sind am Nachmittag mit der Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex von S&P Global und des ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor zu erwarten. Hierbei weisen die regionalen Umfrageergebnisse laut den Experten der Helaba auf eine negative Bilanz hin.

