Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im Bahnverkehr in Aussicht gestellt: Aufruf zum Sicherheitsgipfel nach tragischem Vorfall
Nach dem tragischen und tödlichen Vorfall um den Zugbegleiter Serkan C. in Rheinland-Pfalz hat Bahnchefin Evelyn Palla angekündigt, in den kommenden Tagen einen Sicherheitsgipfel ins Leben zu rufen. Ihr Ziel ist es, alle relevanten Entscheidungsträger im Bereich der Bahnsicherheit an einen Tisch zu bringen, um über konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Bahnverkehr zu beraten. Zu den eingeladenen Teilnehmern zählen die Bundesländer, Organisationen des Regionalverkehrs, Vertreter der Bundespolitik, das Bundesverkehrsministerium, Gewerkschaften, die Bundespolizei sowie weitere Akteure aus der Bahnbranche.
Der genaue Termin für das Treffen steht noch aus. Palla betonte in Berlin die Dringlichkeit, das Thema als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu betrachten, das durch ein gestiegenes Aggressions- und Gewaltpotenzial im öffentlichen Raum gekennzeichnet ist. Sie unterstrich die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts, um dieses Problem zu bewältigen: "Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft jetzt zusammenstehen."
Hintergrund des geplanten Gipfels ist der Angriff, bei dem der Zugbegleiter Serkan C. bei einer Ticketkontrolle von einem Fahrgast ohne Fahrschein attackiert wurde. Der 36-jährige Zugbegleiter erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der verdächtige 26-jährige Täter wollte der Aufforderung, den Zug wegen fehlenden Fahrscheins zu verlassen, nicht nachkommen und reagierte daraufhin mit Gewalt.

