Erhöhte Alarmbereitschaft: Drohnenverletzung im polnischen Luftraum
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die jüngste Verletzung des polnischen NATO-Luftraums durch Militärdrohnen entschieden verurteilt. Nach Aussagen des SPD-Politikers steht außer Zweifel, dass es sich nicht um Navigationsfehler handelte. Die Drohnen sind offenbar bewusst auf diesen Kurs gebracht worden und hätten auf ihrer Route in die Ukraine nicht diese Flugbahn wählen müssen.
Es gibt zudem Berichte, dass die Drohnen laut polnischen Angaben mit Munition bestückt waren, was das Risikopotenzial erheblich erhöhte. Der Verdacht liegt nahe, dass die Waffensysteme ihren Ausgangspunkt in Belarus hatten.
Pistorius warnte vor dem Hintergrund dieser Vorfälle vor der anhaltenden Bedrohung durch hybride Aggressionen russischer Streitkräfte in der Region. Diese bedrohen nicht nur den baltischen Luftraum und die Ostsee, sondern auch Mitteleuropa. „Wir sind entsprechend vorbereitet“, betonte Pistorius.
Als Reaktion auf die Vorfälle hat das Verteidigungsministerium verkündet, dass zwei deutsche Feuereinheiten des Luftverteidigungssystems Patriot am polnischen Flugplatz Rzeszow unmittelbar ihre Alarmbereitschaft erhöht haben. Obwohl der Einsatz von Patriot-Lenkflugkörpern nicht erforderlich war, leistete das deutsche Kontingent vor Ort, gemeinsam mit anderen Verbündeten, einen wichtigen Beitrag zur Lageübersicht.

