Erfrischende Winde bei Douglas: Erholung macht Hoffnung
Douglas, die bekannte Parfümeriekette, zeigt nach einem rückläufigen Vorquartal aufwärts, beflügelt von einem verspäteten Ostergeschäft. Das Unternehmen konnte insbesondere im Online-Sektor punkten, der stärker wuchs als der herkömmliche Einzelhandel. Diese Entwicklungen sorgten für optimistischere Umsatzprognosen, nach einer vorangegangenen Reduzierung im März aufgrund von Kaufzurückhaltung.
Die Aktie von Douglas, die im SDax gelistet ist, stieg am Vormittag um beeindruckende zehn Prozent an, was sie zu einem der stärksten Gewinner im Kleinwertesegment machte. Trotz der erfreulichen Erholung bleibt die Jahresbilanz ernüchternd: Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 45 Prozent an Wert verloren.
Analysten zeigen sich erfreut: Henrik Paganetty von Jefferies lobte die überzeugenden Umsatzzahlen, während Adam Cochrane von der Deutschen Bank die positive Umsatzwende hervorhob. Konkret stieg der Umsatz im Quartal bis Ende Juni um 3,2 Prozent auf eine Milliarde Euro, während im Vorquartal noch Rückgänge zu verzeichnen waren. Fast alle Bereiche verzeichneten Zuwächse, mit Ausnahme Frankreichs, wo die Konsumzurückhaltung spürbar blieb. Die Filialumsätze wuchsen um 2,1 Prozent, trotz eines Rückgangs von 0,7 Prozent auf vergleichbarer Verkaufsfläche. Der Online-Handel beeindruckte mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent; bereinigt um die veräußerte Online-Apotheke Disapo waren es sogar 8,2 Prozent.
Douglas konnte zudem das Ebitda, dank gesunkener Kosten, um 1,4 Prozent auf 154,6 Millionen Euro erhöhen. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sank es jedoch um knapp drei Prozent. Schlussendlich verbuchte Douglas einen Nettogewinn von 17,3 Millionen Euro, ein bedeutender Aufschwung gegenüber dem Verlust von 71,6 Millionen Euro im Vorjahr. Günstigere Zinszahlungen infolge einer Refinanzierung trugen wesentlich zu diesem Erfolg bei.
Douglas bleibt zuversichtlich hinsichtlich der Ergebnisprognose und erhöhte die Umsatzerwartung leicht auf etwas über 4,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr beliefen sich die Erlöse auf 4,45 Milliarden. Zudem verspricht das Unternehmen, mit den Jahreszahlen im Dezember neue mittelfristige Ziele zu präsentieren.

