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Erfolgsgeschichte mit Hürden: Offshore-Windenergie auf Kurs, aber Ausbauziele wanken

04. Februar 2025, 15:59 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Die Offshore-Windenergie in Deutschland verzeichnete 2024 einen Anstieg auf 25,7 TWh, doch das Ziel von 30 GW bis 2030 könnte aufgrund von Netzausbauverzögerungen verspätet erreicht werden. Branchenführer Stefan Thimm fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen und investitionssichere Infrastruktur zur Stärkung der maritimen Sicherheit.

Die Offshore-Windenergie zeigt sich als Schlüsselakteur in der Energiewende Deutschlands, mit einem stetigen Anstieg ihres Anteils an der Stromerzeugung. Im vergangenem Jahr stieg die Produktion auf 25,7 Terawattstunden (TWh), ein Anstieg von mehr als 2 TWh im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichte der Anteil der Offshore-Windenergie an der nationalen Stromerzeugung 5,9 Prozent im Jahr 2024. Besonders bemerkenswert ist der Netzanschluss von 73 neuen Anlagen, die 742 Megawatt (MW) in das Energiesystem einspeisen.

In diesem Jahr begeht die Offshore-Windbranche in Deutschland ihr 15-jähriges Bestehen, ein Meilenstein, der Geschäftsführer Stefan Thimm als "Erfolgsgeschichte" würdigt. Als Pionier machte der Hochsee-Windpark Alpha-Ventus 2010 den Anfang, inzwischen sind es 1.639 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 9,2 Gigawatt (GW). Zum Vergleich: Die deutsche Windkraft an Land verbuchte Ende 2024 eine installierte Leistung von 63,5 GW, während die Photovoltaik auf etwa 99 GW kam. Die Vision der Bundesregierung: 80 Prozent des Stroms sollen bis 2030 aus erneuerbaren Energien stammen – letztes Jahr lag dieser Wert bei 55 Prozent.

Jedoch zeigt sich der Ausbaupfad nicht ohne Stolpersteine. Das Ziel von 30 GW Offshore-Windenergie bis 2030 wird wohl erst ein Jahr später erreicht, hauptsächlich aufgrund von Verzögerungen beim Netzausbau. Die für 2035 geplanten 40 GW könnten dagegen früher als erwartet erfüllt werden. Für das Erreichen dieser Ziele fordert Thimm verlässliche politische Rahmenbedingungen und warnte vor kurzfristigem Denken in Legislaturperioden. Zudem stehen Herausforderungen bei der Infrastruktur an: Der Ausbau der deutschen Seehäfen bleibe ein kritischer Punkt, dessen Finanzierung nicht aufgeschoben werden dürfe.

Im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahl betonte Thimm die Notwendigkeit von Investitionssicherheit, insbesondere bei geplanten "Ausbaupeaks" gegen Ende der 2020er und Anfang der 2030er Jahre. Europas Wertschöpfungsketten sollten gestärkt werden, um mit den globalen Wettbewerbern besser mitzuhalten. Eine weitere Sorge in der Branche ist der Schutz der kritischen maritimen Infrastruktur. Die Sicherheit der Offshore-Anlagen und deren Netzanbindungen, sowohl physisch als auch cybertechnisch, muss laut Branchenstimmen an vorderster Stelle stehen.

Green
[Eulerpool News] · 04.02.2025 · 15:59 Uhr
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