Erdrutsch in Dänemark: Streit um Kosten der Aufräumarbeiten
Ein Erdrutsch in Dänemark sorgt derzeit für Aufregung und einen heftigen Streit über die Kosten der Aufräumarbeiten. Nachdem es zu einem Erdrutsch auf dem Gelände des Unternehmens Nordic Waste in der Nähe der Hafenstadt Randers gekommen war, stellt sich die Frage, wer für die Beseitigung der verunreinigten Erde verantwortlich ist und wer letztendlich für die Kosten aufkommen muss.
Der dänische Umweltminister Magnus Heunicke erklärte vor Journalisten in Kopenhagen, dass Nordic Waste als Verunreiniger die Verantwortung trage und daher sowohl für die Aufräumarbeiten als auch für die Kosten aufkommen müsse. Allerdings wurde keine Garantie dafür abgegeben, dass die Rechnung letztendlich nicht doch bei den Steuerzahlern landet. Heunicke und Justizminister Peter Hummelgaard erklärten, dass alle juristischen Möglichkeiten in dem Fall geprüft werden.
Kurz vor der Ankündigung der Behörden meldete Nordic Waste Insolvenz an und wies dabei die Haftungspflicht in diesem Fall von sich. Das Unternehmen erklärte, dass der Erdrutsch ein Ausmaß erreicht habe, das es ihnen unmöglich mache, die Aufgabe zu bewältigen. Der Umweltminister kritisierte diese Haltung scharf und warf Nordic Waste einen völligen Mangel an sozialer Verantwortung vor.
Die Aufräumarbeiten gestalten sich schwierig, da bis zu 2,5 Millionen Tonnen Erdreich weiterhin in Bewegung sind. Die Behörden setzen alles daran, Umweltschäden in nahegelegenen Gewässern zu verhindern und konnten bislang einen nahegelegenen Fluss vor Verunreinigungen schützen. Laut eines Berichts des Ingenieurbüros Cowi könnten die Aufräumarbeiten jedoch mehrere Jahre dauern und im schlimmsten Fall mehrere Milliarden dänische Kronen kosten.
Die Familie des dänischen Milliardärs, die den Dachkonzern von Nordic Waste, USTC, führt, spricht von einer Naturkatastrophe, wie sie in Dänemark noch nie zuvor gesehen wurde. (eulerpool-AFX)

