Erdgasförderung in Niedersachsen: Erdbeben erschüttert Region
Ein Erdbeben von bemerkenswerter Stärke hat am Dienstag die Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg getroffen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bestätigte die Erschütterung mit einer Lokalmagnitude von 3,2, die möglicherweise durch die Erdgasförderung in der Nähe von Wardenburg ausgelöst wurde. Es ist das intensivste Beben, das bisher in dieser Gegend registriert wurde.
Das Erdbeben, dessen Epizentrum in unmittelbarer Nähe zweier Erdgasfelder liegt, war in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern spürbar. Zahlreiche Bürger meldeten leichte Sachschäden und wurden vom LBEG dazu aufgerufen, mittels eines Fragebogens ihre Wahrnehmungen und Schäden zu dokumentieren. Diese Informationen sollen helfen, das Epizentrum genauer zu identifizieren und die Konsequenzen des Bebens besser einschätzen zu können.
Bereits seit den 1960er Jahren wird in Hengstlage Erdgas gefördert, was Spannungen im Untergrund zur Folge hat. Solche geologischen Spannungen bauen sich impulsartig ab, was zu den spürbaren Erdbeben führen kann. Besonders im Blickfeld steht das Förderunternehmen ExxonMobil, das als Ansprechpartner für entstandene Schäden genannt wurde.
Vergangene Beben in Niedersachsen sind nicht vergessen: Ein Vorfall im März des vergangenen Jahres bei Syke mit einer Magnitude von 3,6 und das bislang stärkste Beben im Jahr 2004 bei Rotenburg/Wümme mit 4,5 sind Belege für die geologische Aktivität in der Region. Experten betonen, dass Erschütterungen ab einer Magnitude von 1,9 bis 2,0 von Menschen wahrgenommen werden können.

