Erdgasbohrungen in Oberbayern: Neubauer und Aktivisten schlagen Alarm
Rund 300 engagierte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Oberbayern, um gegen geplante Erdgasbohrungen zu protestieren. Prominente Unterstützung erhielten sie von der bekannten Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Auf dem Gelände der geplanten Bohrung in Reichling im Landkreis Landsberg am Lech erklärte Neubauer, dass Erdgas ebenso umweltschädlich wie Braunkohle sei und daher als Klimakiller bekämpft werden müsse. Organisationen wie Fridays for Future, der Bund Naturschutz sowie Greenpeace beteiligten sich aktiv am Protest.
Neubauer zeigte sich entrüstet über die Bohrvorhaben und bezeichnete sie als umweltpolitische Fehlentscheidung. Sie erklärte, dass ein Bohrturm inmitten der malerischen bayerischen Landschaft ein negatives Zeichen setze, da solche Vorhaben nur den Fortbestand fossiler Energiequellen sichern und erheblich zur Klimakrise beitragen. Zudem kritisierte Neubauer die geopolitischen Implikationen der Erdgasförderung seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Trotz dieser kritischen Punkte verlief die Demonstration in Reichling friedlich, wie die Polizei berichtete.
Zu dem Protest hatte die örtliche Bürgerinitiative Reichling-Ludenhausen aufgerufen. Besonders kritisiert wurde Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, der die Förderung fossiler Energien in der Region vorantreiben will. Neubauer positionierte sich klar gegen diese Pläne und betonte, dass sie der Umwelt und den Heimatlandschaften Bayerns schäden. Sie appellierte an die Vernunft der Politik, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen endlich zu beenden.

