Erdbeben erschüttert Neapel und Umgebung: Ein markerschütternder Gruß aus den Phlegräischen Feldern
Ein starkes Erdbeben der Stärke 4,6 hat die süditalienische Metropole Neapel sowie ihr Umland erschüttert und bei vielen Bewohnern und Urlaubern für Unruhe gesorgt. Die Erschütterung, die zu den stärksten der Region in den letzten Jahren zählt, hat die Menschen aus Angst auf die Straßen getrieben. Zu nennenswerten Schäden oder Verletzungen ist es nach bisherigen Berichten der Feuerwehr nicht gekommen, was für Beruhigung sorgt.
Der nationale Erdbebendienst, das Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV), meldet, dass das Beben seinen Ursprung in den Phlegräischen Feldern, einem Bereich intensiver vulkanischer Aktivität, hatte. Besonders stark war die Erschütterung in Bacoli, einer Gemeinde etwa 20 Kilometer westlich von Neapel, zu spüren. Mit einer Einwohnerzahl von 26.000 Menschen stellte diese Region den Epizentrumsschwerpunkt des Bebens dar.
Das Gebiet um die Phlegräischen Felder ist bekannt für seine hohe vulkanische Aktivität und gilt als Europas größter aktiver "Supervulkan". Die Region ist auch bei Reisenden beliebt, darunter die idyllische Insel Capri, die zahlreiche Touristen anzieht. Die aktuelle seismische Aktivität wirft die Frage auf, wie die Balance zwischen touristischem Interesse und der fortdauernden Überwachung der vulkanischen Gefahren gewahrt werden kann.

