Epsteins Aufstieg: Enthüllungen aus einem besonderen Geburtstagsbuch
Ein kürzlich aufgetauchtes Geburtstagsbuch von Jeffrey Epstein gibt Einblicke in die Anfänge seiner Karriere als Berater für Milliardäre. Wenngleich das Buch mit aufreizenden Bildern eingeleitet wird, endet es mit einem unauffälligen Abschnitt über seine geschäftlichen Anfänge. Diese Dokumentation bietet seltene Einsichten in seine Zeit bei Bear Stearns, dem Investmentbanking-Haus, das Epstein den Weg ebnete, um schließlich ein erfolgreicher Vermögensverwalter für Geschäftsleute wie Les Wexner zu werden, den ehemaligen Besitzer von Victoria's Secret.
Im Jahre 1976 verließ Epstein seine Tätigkeit als Mathematiklehrer an der renommierten Dalton School, um dank Alan "Ace" Greenberg, einem damaligen Partner bei Bear Stearns, in die Finanzwelt einzutreten. Greenberg wurde auf Epstein aufmerksam, als ein Elternteil auf dessen außergewöhnliches Talent hinwies. Greenbergs Frau erinnerte sich daran, dass ihr Mann immer bereit war, bemerkenswerte Fähigkeiten auszuprobieren.
Zwei Jahre später übernahm Greenberg die Position des CEOs bei Bear Stearns. Epstein war zu Beginn als Optionshändler an der American Stock Exchange tätig, doch wechselte schnell ins Management hochvermögender Kunden und wurde 1980 Partner mit beschränkter Haftung.
Seiner schnellen Auffassungsgabe und seinem Charme schrieb Elliot Wolk, ein Kollege bei Bear Stearns, die Möglichkeit zu, dass Epstein bereits während dieser Zeit auf die Maxwell-Familie aufmerksam wurde. Obwohl Epsteins Ausscheiden aus Bear Stearns im Jahr 1981 von Gerüchten begleitet wurde, hielt er Kontakt zu einflussreichen Persönlichkeiten bei Stearns. Jimmy Cayne, späterer CEO, äußerte sich in einem humorvollen Geburtstagsgruß an Epstein. Trotz der mysteriösen Umstände seinem Abgang, konnte Epstein mächtige Freunde für sich gewinnen und einer seiner Kollegen, Ira Zicherman, setzte seine Zusammenarbeit mit Epstein als Treuhänder für dessen Stiftung fort. Ehemalige Weggefährten wie Ted Serure, der mittlerweile bei Jeffries tätig ist, reflektierten in persönlichen Briefen über ihren unterschiedlichen Karriereverlauf und ehrten Epstein für seinen ungewöhnlichen Erfolg.

