Epstein-Skandal: Globale Netzwerke der Mächtigen unter Druck
Jeffrey Epsteins Name bleibt auch nach seinem Tod eine Quelle des Skandals. Seine Verbindungen erstrecken sich weit über den Atlantik hinweg und bringen zahlreiche prominente Persönlichkeiten in Bedrängnis. Dokumente des US-Justizministeriums offenbaren peinliche Details und drohen, weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen nach sich zu ziehen. In Großbritannien verursachen die Enthüllungen eine schwere Krise. Der ehemalige britische Botschafter in den USA, Peter Mandelson, wurde in den neu aufgetauchten Epstein-Papieren genannt. Dies hat zu einer Regierungskrise geführt, die Premierminister Keir Starmer unter erheblichen Druck gesetzt hat, da er über Mandelsons Kontakte zu Epstein informiert war. Die unangenehme Enthüllung resultierte bereits letztes Jahr im Rücktritt Mandelsons. Vorwürfe über den möglichen Verrat sensibler Informationen während der Finanzkrise belasten den Ex-Diplomaten weiter. Unterdessen geraten auch die britischen Royals ins Visier.
Ex-Prinz Andrew, einst unter Epstein bekannt, sieht sich neuen Vorwürfen konfrontiert, die bereits schwere Konsequenzen hatten. König Charles III. hat Unterstützung bei polizeilichen Ermittlungen gegen seinen Bruder zugesichert. Auch in den USA sind prominente Figuren betroffen. Der Handelsminister Howard Lutnick sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, die seine früheren Aussagen zu Kontakten mit Epstein in Frage stellen. Dieser erklärte dem Senat, dass er seltenen Austausch mit Epstein hatte, jedoch werfen ihm neue Enthüllungen mangelnde Glaubwürdigkeit vor.
In Norwegen stehen die ehemaligen Diplomaten Mona Juul und Terje Rød-Larsen sowie Ex-Regierungschef Thorbjørn Jagland im Fokus. Sie alle sehen sich schweren Korruptionsverdachts ausgesetzt. Besonders brisant: Epsteins Testament, in dem die Kinder von Rød-Larsen bedacht wurden. Auch die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit ist betroffen. Ihr wird ein langjähriger Austausch mit Epstein nachgesagt. Diese Beziehungen werfen Schatten auf ihre künftige Rolle im Königshaus.
In Frankreich leitet die Finanzstaatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen Ex-Kulturminister Jack Lang ein. Der Verdacht auf Geldwäsche und Steuerbetrug führt zu einem Rückzug von Ämtern und einer Diskussion um politische Verantwortung.

