Brisanz in London: Mandelson in Epstein-Skandal verstrickt
Die britische Politik steht erneut im Zentrum eines Skandals, der tiefergehende Verstrickungen enthüllt, als man anfangs vermutet hatte. Der ehemalige britische Botschafter in den USA, Peter Mandelson, wurde von Scotland Yard in einer Untersuchung zum Epstein-Skandal festgenommen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Ihm wird Fehlverhalten im öffentlichen Amt vorgeworfen. Mandelson geriet ins Visier der Ermittler aufgrund seiner engen Beziehung zu dem mittlerweile verstorbenen US-Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Die Enthüllungen rund um diesen Fall führten zu erheblichen politischen Turbulenzen in London, sodass das Schicksal von Premierminister Keir Starmer zwischenzeitlich ungewiss war. Aus den jüngsten Epstein-Akten des US-Justizministeriums geht hervor, dass Mandelson möglicherweise während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergeleitet hat. Besonders brisant: Die Information über einen 500-Milliarden-Euro-Rettungsschirm soll Mandelson vorab an Epstein weitergegeben haben, einen Tag bevor die Öffentlichkeit davon erfuhr. Diese Vorwürfe beziehen sich auf seine Zeit als Wirtschaftsminister unter Premier Gordon Brown.
Der Druck auf Premier Starmer ist gestiegen, nachdem bekannt wurde, dass er über die Verbindung zwischen Mandelson und Epstein informiert war, bevor er letzterem die Rolle des britischen Botschafters in Washington anvertraute – eine Position, die Mandelson bereits im September vergangenen Jahres aufgeben musste. Auch der ehemalige Prinz Andrew muss sich ähnlichen Vorwürfen stellen und wurde vor Kurzem in diesem Zusammenhang festgenommen. Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, hatte über Jahre hinweg einen Missbrauchsring betrieben, dessen volles Ausmaß noch unerforscht bleibt.

