Eon: Starke Quartalsergebnisse und höhere Investitionen im Fokus
Energieversorger Eon hat im ersten Quartal des laufenden Jahres einen beeindruckenden Gewinnsprung verzeichnet, maßgeblich getrieben durch erhöhte Investitionen und kälteres Wetter. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent und erreichte 3,2 Milliarden Euro. Finanzvorständin Nadia Jakobi hebt hervor, dass man sich auf einem guten Weg für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 befinde. Dabei blieb die Jahresprognose unverändert, was bei einer optimistischen Markterwartung die Aktie an die Spitze des Dax katapultierte.
Zuletzt sah die Aktie von Eon bei einem Kurs von 14,98 Euro einen Zuwachs von 1,9 Prozent, nachdem sie sich kurz zuvor bei 15,79 Euro auf einem neuen Jahreshoch befand. Seit Jahresbeginn hat der Aktienwert somit um etwa ein Drittel zugelegt, was die positive Dynamik im Markt unterstreicht.
Im Bereich der Investitionen setzte Eon im ersten Quartal auf einen kraftvollen Ausbau der Energiesysteme mit einem Investitionsvolumen von fast 1,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes, vor allem hinsichtlich Digitalisierung und neuer Netzanschlüsse, standen im Fokus. Der gesteigerte Bedarf an Energie durch die niedrigeren Temperaturen trug ebenfalls positiv zum Ergebnis bei.
Trotz des positiven bereinigten Überschusses von fast 1,3 Milliarden Euro (+22 Prozent) sank der den Aktionären zurechenbare Gewinn um 9 Prozent auf 529 Millionen Euro. Verantwortlich hierfür waren nicht-operative Effekte, hauptsächlich im Derivate-Bereich. Die Finanzchefin räumte ein, dass der Wettereffekt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag ausmachte, dieser Vorteil aber bereits im April teilweise verflogen sei.
Eon bleibt optimistisch: Die Prognosen bis 2025 wurden bestätigt, wobei ein operativer Gewinn von bis zu 9,8 Milliarden Euro und ein bereinigter Überschuss von bis zu 3,05 Milliarden Euro angestrebt werden. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen Investitionen von insgesamt 43 Milliarden Euro bis 2028. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, insbesondere nach 2029, stehen im Fokus der Gespräche mit der Bundesnetzagentur, deren Ergebnisse im Laufe des Jahres erwartet werden.

