Entschiedenere Prävention gegen gesundheitliche Risiken gefordert
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, hat zu einem energischeren Engagement gegen die Gesundheitsrisiken durch Alkohol, Tabak und übermäßigen Zuckerkonsum aufgerufen. Er betont, dass eine effektive Präventionspolitik über einfache Maßnahmen wie Yoga-Kurse und Meditations-Apps hinausgehen müsse, um Leben zu schützen und das Gesundheitssystem wirtschaftlich zu entlasten.
Dahmen hebt hervor, dass die medizinische Forschung seit Langem belegt, dass Faktoren wie Verfügbarkeit, Preis und Werbung entscheidende Rollen bei der Gestaltung von gesundem Verhalten spielen. Aus seiner Sicht ist es unabdingbar, genau hier mit klaren Regulierungen für Werbung und Sponsoring gesundheitsschädlicher Produkte anzusetzen. Besonders betont er den Schutz von Kindern, indem beispielsweise Alkohol, Tabakprodukte und stark zuckerhaltige Lebensmittel aus deren unmittelbarer Umgebung entfernt werden sollten.
Zusätzlich fordert Dahmen, dass Aromastoffe in Tabakprodukten nicht mehr vertrieben werden und der Verkauf elektronischer Einwegzigaretten eingestellt wird, da diese besonders auf Jugendliche abzielen und ein hohes Suchtpotenzial besitzen. Auch sieht er die Industrie in der Pflicht, sich finanziell an den gesundheitlichen Folgekosten ihrer Produkte zu beteiligen. Denn jährlich sterben in Deutschland etwa 150.000 Menschen an den Folgen von Alkohol, Tabak und zu viel Zucker, und die Folgekosten erreichen rund 180 Milliarden Euro im Jahr.
In Anlehnung an internationale Modelle, wie sie beispielsweise in Frankreich praktiziert werden, unterstützt Dahmen ein nationales Rauchverbot an öffentlichen Orten wie Schulen und Sportstätten, als Teil einer umfassenden Anti-Tabak-Strategie. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, Kinder vor Passivrauch zu schützen und das Rauchen in der Gesellschaft nicht als Normalverhalten zu etablieren.

