Energiewende: Neue Ära in der Gasversorgung eingeläutet
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verkündete die Rückstufung von der Alarmstufe zur Frühwarnstufe im Notfallplan Gas und signalisiert damit eine deutliche Entspannung in der Energieversorgungslage. Die CDU-Politikerin unterstrich, dass die Voraussetzungen für die Alarmstufe nicht mehr gegeben sind und versicherte, dass die Sicherheit der Gasversorgung auf einem hohen Niveau liegt.
Die Alarmstufe, eine von drei Eskalationsstufen im Notfallplan, war im Juni 2022 durch den damaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen ausgerufen worden, nachdem die Gaslieferungen aus Russland drastisch zurückgegangen waren. Diese Maßnahme sollte Netzbetreiber dazu ermächtigen, bei Bedarf proaktive Schritte zu unternehmen, um einer Versorgungskrise entgegenzuwirken.
Reiche bezeichnete diese Entwicklung als ein positives Signal und führte den Erfolg auf die Diversifizierung der Lieferwege und den Ausbau der LNG-Infrastruktur zurück. Zudem betonte sie die Stabilität der Gaspreise und die wesentliche Rolle der gut gefüllten Gasspeicher für die Versorgungssicherheit. Ein staatliches Eingreifen, etwa durch die von Trading Hub Europe geleitete Befüllung der Speicher, sei angesichts der aktuellen Lage nicht notwendig. Reiche versicherte, dass weiterhin alles Erforderliche getan werde, um die Gasversorgung nachhaltig abzusichern.

