Elon Musks Multimilliarden-Dollar-Vergütungsstrategie sorgt für Aufsehen
Der Vergütungsplan von Tesla für Elon Musk im Wert von 1 Billion Dollar hat erneut die Skepsis hervorgerufen, die bereits dem ambitionierten Vertragswerk von 2018 entgegengebracht wurde, so Tech-Investor Eric Schiffer. In einem ausführlichen Interview mit Business Insider äußerte der CEO der Private-Equity-Firma Patriarch Organization, dass Musks frühere Vereinbarung ebenso gigantische Auszahlungen an extrem anspruchsvolle Ziele knüpfte.
Dieser Vertrag verlangte von Musk, Teslas Marktwert von etwa 60 Milliarden Dollar auf 650 Milliarden Dollar zu steigern, den Jahresumsatz von unter 20 Milliarden auf 175 Milliarden Dollar zu heben und die bereinigten Gewinne von unter 1,5 Milliarden auf 14 Milliarden Dollar zu erhöhen, um die volle Kompensation zu erreichen. Kommentatoren bezeichneten diese Vereinbarung damals als "verrückt" und "durchgedreht" – und Schiffer erinnert sich: „Sie sagten, es gäbe keine Chance, dass er das schaffen würde.“ Doch Musk widerlegte die Kritiker.
Im Rahmen des neuesten Plans hat Musk nun zehn Jahre Zeit, um Teslas Marktwert von rund 1,3 Billionen auf 8,5 Billionen Dollar zu erhöhen, sowie seinen bereinigten Gewinn auf 400 Milliarden Dollar zu steigern, zusätzlich dazu 20 Millionen Tesla-Fahrzeuge und eine Million Roboter zu liefern, 10 Millionen aktive Abonnements für vollautonomes Fahren zu erreichen und eine Million Robotaxis in Betrieb zu nehmen. Schiffe kommentierte optimistisch, dass Investoren Purzelbäume schlagen würden, sollte Musk diese Ziele erreichen, und eine Vergütung in Höhe von 1 Billion Dollar wäre dann gerechtfertigt.
Schiffer hebt hervor, dass die aktuelle KI-Welle gewisse Ähnlichkeiten zur Dotcom-Blase aufweist, zeigt sich jedoch nicht besorgt über einen Crash. Viele Dotcom-Unternehmen fuhren Verluste ein und waren erheblich überbewertet, während heutige Tech-Giganten wie Meta und Alphabet als „Geldmaschinen“ keinerlei Anzeichen von Verlangsamung zeigen.
Er führte Oracle als Beispiel an, das kürzlich berichtete, dass sich der erwartete Vertragsumsatz dank der hohen Nachfrage nach KI im letzten Quartal auf 455 Milliarden Dollar vervierfachte. Der Aktienkurs des Softwaregiganten stieg innerhalb eines Tages um 43 Prozent und erhöhte den Marktwert um fast 300 Milliarden Dollar auf dem Höhepunkt, da Investoren mit jahrelangem Wachstum rechnten.
AI-Unternehmen sind derzeit „nahezu perfekt bewertet“, doch spiegeln diese Bewertungen ebenso eine „kontinuierliche Erhöhung der Gewinnerwartungen“ wider, die sich nach Schiffer fortsetzen dürften.
Abschließend gibt Schiffer jungen Menschen den Rat, ihre Stärken in Bereichen zu nutzen, die „tief menschlich“ sind und empfiehlt eine fließende Vertrautheit mit KI, um auf den Wandel vorbereitet zu sein. Auch für wohlhabende Eltern hat er einen Rat: Das eigene Vermögen den Kindern nicht einfach weiterzugeben, um deren Eigenständigkeit und langfristige Verantwortung zu fördern.

