Elmos Semiconductor: Stockender Jahresauftakt trotz solider Prognose
Das bekannte Chipunternehmen Elmos Semiconductor verzeichnete zu Beginn des Jahres 2025 einen unerwartet massiven Rückgang in seiner Geschäftsentwicklung. Der Umsatz sank im ersten Quartal um über sieben Prozent auf knapp 127 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig erlebten der operative Gewinn und der Nettogewinn einen dramatischen Einbruch von nahezu einem Viertel.
Diese Nachrichten stießen bei den Investoren auf wenig Gegenliebe. Die Elmos-Aktie verzeichnete am Morgen einen Rückgang von über vier Prozent auf 59,10 Euro und zählte damit zu den am stärksten betroffenen Werten im Kleinwerte-Index SDax. Seit Jahresbeginn hat die Aktie ungefähr zwölf Prozent ihres Wertes verloren.
Analysten hatten mit einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn gerechnet, jedoch fiel das Resultat deutlich gravierender aus als prognostiziert. Vorstandschef Arne Schneider betonte, dass die Ergebnisse im erwarteten Rahmen des Managements lägen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen hätte man einen soliden Start ins Jahr geschafft, erklärte Schneider.
Die Umsatz- und Ergebnisrückgänge führt er auf eine eingetrübte Marktentwicklung zurück. Speziell außerhalb des boomenden KI-Sektors kämpft die Branche mit einer weniger dynamischen Entwicklung, da Kunden vorrangig bestehende Lagerbestände abbauen anstatt neue Bestellungen aufzugeben.
Elmos fokussiert sich nach dem Verkauf seiner Waferfertigung in Dortmund verstärkt auf Entwicklung und Tests, primär für die Automobilindustrie. Im ersten Quartal konnte Elmos vor Zinsen und Steuern (Ebit) lediglich 25,6 Millionen Euro erwirtschaften, ein Rückgang von über 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Ebit-Marge fiel von 24,7 auf 20,2 Prozent, während der Nettogewinn um rund ein Viertel auf 18,5 Millionen Euro abstürzte. Trotz dieser Herausforderungen hält Elmos an seinen Unternehmensprognosen für das Jahr fest. Man erwarte eine allmähliche Normalisierung der Lagerbestände und eine schrittweise Erholung der Auftragslage.
Allerdings sei die zukünftige Entwicklung schwer vorhersehbar in Anbetracht der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage. Der Jahresumsatz soll wie geplant etwa 580 Millionen Euro erreichen, ähnlich dem Rekordjahr 2024. Das Unternehmen gibt jedoch eine prognostische Spanne von 30 Millionen Euro nach oben und unten an, mit einer Ebit-Marge von 20 bis 26 Prozent. Im Vorjahr betrug diese Marge noch 25,1 Prozent.

