Elizabeth Warren fordert Aufklärung über Binance und Trump-Verbindungen
Senatorin Elizabeth Warren übt Druck auf das US-Justizministerium aus, um Klarheit über die Umsetzung der Vereinbarungen zwischen der Regierung und Binance zu schaffen. Zudem fordert sie Einblicke in die jüngsten Interaktionen des Krypto-Riesen mit der Trump-Administration.
In einem Brief an Justizministerin Pam Bondi kritisiert Warren die mangelnde Zusammenarbeit der Behörde bei früheren Anfragen zur Einhaltung des Abkommens von Binance aus dem Jahr 2023. Dieses beinhaltet die Verpflichtung des Unternehmens, den US-Markt zu verlassen, als Teil der Auflagen nach Verstößen gegen US-Geldwäsche- und Sanktionsgesetze. Trotz wiederholter Anfragen im Mai blieb eine inhaltliche Antwort aus dem Ministerium aus, obwohl die Frist von vier Monaten bereits überschritten ist.
Gleichermaßen unbeantwortet blieb Warrens Anfrage, ob Vertreter des Ministeriums Gespräche mit Binance über eine Begnadigung für den Mitgründer Changpeng Zhao geführt haben, der sich 2023 schuldig bekannte. Zhao, lebenslang von einer Führungsrolle bei Binance ausgeschlossen, habe in einem Interview bekanntgegeben, aktiv eine Begnadigung von der Trump-Administration zu suchen.
Laut einem Bloomberg-Bericht versucht Binance derzeit, die Verpflichtung zur Kooperation mit einem externen Compliance-Monitor auszusetzen – ein wesentlicher Bestandteil des Vergleichs von 2023. Angesichts dieser Berichte fordert Warren transparente Offenlegungen der Verbindungen zwischen der Trump-Administration und Binance, unterstützt von den Senatoren Mazie Hirono und Richard Blumenthal.
Während Binance als weltweit größte Krypto-Börse gilt, ist ihre Präsenz in den USA seit Jahren begrenzt. Doch letzte Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Trump-Administration ausländischen Kryptobörsen, darunter Binance, neue Möglichkeiten bietet, in den US-Markt einzutreten.

