Elektronik-Exklusivität: US-Präsident gewährt Zollbefreiung für ausgewählte Geräte
Die jüngste Entscheidung der US-Regierung überrascht mit einer teilweisen Ausnahme von den kürzlich verhängten Sonderzöllen, die diverse Länder, darunter China, betreffen. Laut einem Bericht der Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP werden Abgaben für bestimmte elektronische Geräte wie Smartphones, Laptops, Festplatten und Speicherchips vorerst nicht angewendet. Der zugrunde liegende Beschluss basiert auf einem Memorandum von US-Präsident Donald Trump vom vergangenen Freitag. Spektakulär dabei: Das Weiße Haus hat dieses Memorandum noch nicht öffentlich präsentiert.
Für die Elektronikindustrie, insbesondere jene Produzenten, die in China fertigen lassen, ist diese Ausnahme von gravierender Relevanz. Führende US-Techkonzerne wie Apple beziehen eine erhebliche Anzahl ihrer Geräte aus China. Präsident Trump hatte zuvor einigen Handelspartnern eine zeitlich begrenzte Erleichterung durch die temporäre Aussetzung von Teilexportzöllen für 90 Tage gewährt, während er gegenüber China eine härtere Gangart verfolgt. Momentan sind auf Importwaren aus China zusätzliche Zölle von 145 Prozent seitens der USA fällig, während China auf US-amerikanische Produkte mit einem Aufschlag von 125 Prozent reagiert.
US-amerikanische Medien berichten jedoch, dass diese Befreiung nur von kurzer Dauer sein könnte. Präsident Trump sprach bereits davon, in naher Zukunft bestimmte Branchen mit weiteren Zollmaßnahmen zu belegen. Ein klarer Hinweis darauf, dass der wirtschaftspolitische Spannungsbogen in der globalen Handelslandschaft seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

