Elektromobilität in Deutschland: Aufschwung trotz schleppendem Start
Der Markt für Elektrofahrzeuge zeigt ein ungebrochenes Wachstum, wie aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) belegen. Im letzten Monat wurden über 52.400 neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) registriert, was einer Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres entspricht. Damit ist jeder fünfte neuzugelassene PKW auf deutschen Straßen elektrisch.
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung bleiben die Absatzzahlen hinter den Erwartungen zurück, urteilt der Mobilitätsexperte Constantin Gall von EY. Für das laufende Jahr und 2025 prognostiziert er ein stagnierendes Niveau, was von einem fulminanten Durchbruch der Elektromobilität noch weit entfernt ist. Der Markt steht also vor Herausforderungen und Chancen gleichermaßen.
Der US-amerikanische Autobauer Tesla, einst Vorreiter bei E-Autos, kämpft derweil mit sinkenden Zulassungszahlen in Deutschland. Im Oktober wurden lediglich 750 Tesla-Modelle neu zugelassen, ein Rückgang von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber steht die starke Entwicklung der chinesischen Konkurrenz: BYD konnte die Zahl seiner Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 866 Prozent auf über 3.300 Fahrzeuge steigern.
Insgesamt wurden im Oktober laut KBA 250.133 neue PKW aller Antriebsarten registriert, was einem Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Davon entfallen fast zwei Drittel auf gewerbliche Zulassungen, während der Rest auf private Halter zurückgeht.

