Eisige Hölle und goldene Götzen: Massiver Leak macht BioShock 4 endlich greifbar
Seit dem Abspann von BioShock Infinite sind mehr als zehn Jahre vergangen – eine Ewigkeit in der schnelllebigen Gaming-Welt. Die Wartezeit auf den inoffiziell BioShock 4 getauften Nachfolger gleicht einer Odyssee durch stürmische Gewässer, geprägt von einer Entwicklungshölle, die selbst Andrew Ryan zum Verzweifeln gebracht hätte. Führungswechsel, gescheiterte interne Reviews und eine gespenstische Stille seit der Ankündigung 2019 ließen die Hoffnungen vieler Fans auf den Nullpunkt sinken. Doch jetzt, wie ein Leuchtturm im Nebel, durchbricht ein massiver Leak die Finsternis und liefert endlich handfeste Details.
Antarktis, Casinos und der „Solaria“-Distrikt
Die Kollegen von MP1st haben tief gegraben und fördern Schätze zutage, die ein faszinierendes Bild der neuen Welt zeichnen. Das Setting scheint sich zu verfestigen: Die eisige Einöde der Antarktis bleibt der heiße Favorit. Doch statt nur frostiger Tundra erwartet uns offenbar ein opulentes Casino, das als „prominenter“ Schauplatz und Bühne für spektakuläre Set-Piece-Schlachten dienen soll. Die Vorstellung, in einem glamourösen Spielpalast inmitten des ewigen Eises um das Überleben zu kämpfen, weckt Erinnerungen an den morbiden Charme von Rapture, jedoch auf einer „noch grandioseren Skala“.
Zusätzlich taucht der Name „Solaria“ (oder „Solaris“) auf – ein Distrikt, der Fragen aufwirft. Sind die „Solarians“ die neue herrschende Elite, die über den gefrorenen Resten der Zivilisation thront, oder eine fanatische Sekte? Die Atmosphäre verspricht jedenfalls, die klaustrophobische Angst der Tiefe gegen die unendliche, tödliche Weite des Eises zu tauschen.
Die neuen Gesichter des Wahnsinns
Was wäre ein BioShock ohne seine grotesken Bewohner? Der Leak spricht von „Flushers“ – eine Bezeichnung, die verdächtig nach den neuen Splicers klingt. In einer Welt, in der eine ADAM-ähnliche Substanz wieder eine Rolle spielen soll, sind diese deformierten Gegner wohl das tragische Resultat missglückter Evolution.
Besonders faszinierend sind die geleakten Assets goldener Statuen. Diese detaillierten Monumente könnten den neuen Antagonisten zeigen – einen Visionär oder Tyrannen, der in der Tradition von Andrew Ryan und Comstock steht. Goldene Götzenbilder deuten auf einen extremen Personenkult hin, der perfekt zur DNA der Serie passt. Auch ein mögliches Modell des Protagonisten wurde gesichtet, auch wenn hier Vorsicht geboten ist: Es könnte sich schlicht um einen Platzhalter handeln. Dennoch, die Puzzleteile fügen sich langsam zu einem Bild zusammen.
Hoffnung auf dünnem Eis
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die jüngsten Entlassungswellen bei Entwickler Cloud Chamber im August 2025 haben tiefe Risse im Fundament hinterlassen. Analysten sehen den Release mittlerweile nicht vor 2027. Das ist eine bittere Pille. Aber die Geschichte lehrt uns, dass eine turbulente Geburt nicht das Ende sein muss – man denke nur an das glorreiche Comeback von Doom (2016). Das Potenzial ist da, fragil und doch gewaltig.


