Einigung in Salzgitter: Sicherheit für MAN-Mitarbeiter bis 2035
Im anhaltenden Ringen um den Erhalt des MAN-Standorts in Salzgitter haben IG Metall und der Betriebsrat einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Eine vereinbarte Tariflösung sichert den dort beschäftigten Arbeitskräften über Jahre hinweg ab, wie die Gewerkschaft bekannt gab.
Kernstück der Übereinkunft ist ein fester Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2035. Diese Garantie lässt sich sogar bis 2040 verlängern, was den Mitarbeitern eine weitere Planungssicherheit verschafft. Eine Investitionssumme von 59 Millionen Euro untermauert diese Standortentscheidung und soll laut IG Metall zukunftsweisend wirken.
Der Hauptsitz des Unternehmens in München äußerte sich nicht direkt zur neuen Entwicklung, ließ jedoch durchblicken, dass eine Einigung erzielt wurde. Die Belegschaft in Niedersachsen soll demnächst über die detaillierten Vereinbarungen informiert werden. MAN ist eine Marke der Traton Group, welche eine Tochter von Volkswagen ist.
Ursprünglich plante MAN im letzten November, in den kommenden Jahren 2.300 Stellen in Deutschland zu streichen, davon 600 in Salzgitter. Zunächst wurde für die anderen Standorte eine Vereinbarung erzielt, die knapp eine Milliarde Euro an Investitionen vorsieht. Diese umfasste Salzgitter zunächst nicht.
Angeführt von MAN-CEO Alexander Vlaskamp, strebt das Unternehmen an, seine Wettbewerbsfähigkeit durch Kosteneinsparungen von 900 Millionen Euro bis 2028 zu verbessern. Ein Teil dieser Strategie umfasst Investitionen in Osteuropa für die nächste Fahrzeuggeneration, was bei der IG Metall Besorgnis hervorruft, da eine schleichende Abwanderung befürchtet wird.

