Einheitliches Deutschlandticket vorgeschlagen: Sicherheit für Zugpersonal im Fokus
Ministerpräsident Alexander Schweitzer von Rheinland-Pfalz hat sich für ein visuell einheitliches Deutschlandticket mit Lichtbild ausgesprochen, um die Sicherheit des Zugpersonals zu erhöhen. In einem Gespräch mit Kollegen des kürzlich in Rheinland-Pfalz tödlich angegriffenen Zugbegleiters wurde klar, dass vereinheitlichte Tickets die Arbeit deutlich erleichtern würden. Zusätzliche Identitätskontrollen, die derzeit notwendig sind, könnten dadurch minimiert werden, erklärte Schweitzer in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
Schweitzer betont, dass die Umsetzung eines solch vereinheitlichten Tickets ökonomisch realisierbar sei und zügig erfolgen könne. Parallel dazu sei der Einsatz von zusätzlichem Personal durch Doppelbesetzungen und die Einführung von Bodycams essenziell. Diese Maßnahmen seien ein unverzichtbarer Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts. Für weiterführende Diskussionen hat Schweitzer vorgeschlagen, das Thema Zugsicherheit bei der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz zu adressieren, die er leitet.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder von der CDU äußert derweil ähnliche Ansichten zu weniger Ausweiskontrollen im Zugverkehr. Solche Kontrollen seien als Hauptursache für aggressive Vorfälle identifiziert worden und könnten potenziell die Gewalt um etwa 18 Prozent reduzieren. Schnieder schlägt vor, auf gezielte Stichprobenkontrollen umzustellen oder bereits am Bahnsteig zu kontrollieren, wie es international bereits Praxis ist.

