Einführung in eine neue Ära: Papst Leo XIV. warnt vor KI-Risiken
Papst Leo XIV., der erste Pontifex aus den Vereinigten Staaten, hat in seiner ersten Rede vor den Kardinälen im Vatikan eindringlich vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Er bezeichnete KI als eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Mit Blick auf seine Verantwortung als spiritueller Führer betonte er, dass es essentiell sei, die Menschenwürde, Gerechtigkeit und Arbeit gegen die Gefahren der Technologie zu verteidigen. Dabei bekräftigte er, auch den wegweisenden Kurs seines Vorgängers, Papst Franziskus, fortzusetzen.
Am vergangenen Donnerstag wurde der US-Amerikaner Robert Francis Prevost, nun Papst Leo XIV., während eines intensiven, nur vier Wahlgänge dauernden Konklaves in der Sixtinischen Kapelle zum 267. Papst der katholischen Kirche gewählt. Die Wahl brachte eine historische Neuerung: Erstmalig führte ein Amerikaner die katholische Kirche. Vor Beginn des Wahlprozesses mussten die 133 anwesenden Kardinäle einen Eid zur Verschwiegenheit über die Vorgänge im Inneren ablegen.
Laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, bestätigt von Kardinal Désiré Tsarahazana aus Madagaskar, erhielt Leo XIV. im entscheidenden Wahlgang mehr als 100 Stimmen. Die für die Wahl erforderliche Zweidrittelmehrheit von 89 Stimmen übertraf er somit deutlich. An diesem Sonntag wird der neue Papst, der nun ein zweites Mal der Öffentlichkeit erscheint, von mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz erwartet.

