„Eine zusätzliche Herausforderung für viele unserer Betriebe“
Das südbadische Handwerk kritisiert das geplante Entlastungspaket der Bundesregierung
Freiburg im Breisgau, 17.04.2026 (PresseBox) - Das von den Koalitionsspitzen geschnürte Entlastungspaket sorgt für deutlichen Unmut beim südbadischen Handwerk. „Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenbündel für die Bürger geschnürt, für das andere zahlen sollen. Das kann in der aktuellen wirtschaftlichen Lage kein Lösungsansatz sein“, so Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg. Gemeint ist die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro, die Arbeitgeber an ihre Beschäftigten auszahlen können. „Das bedeutet eine zusätzliche Herausforderung für viele unserer Betriebe.“
Denn angesichts der fragilen wirtschaftlichen Situation bleibt offen, wie viele Betriebe aufgrund ihrer angespannten Ertrags- und Liquiditätslage tatsächlich in der Lage sein werden, hiervon Gebrauch zu machen. „Unsere Unternehmen arbeiten in einem unsicheren Umfeld daran, Arbeitsplätze und Ausbildung zu sichern – und sollen nun unabgesprochen zusätzlich für die Entlastung der Bürger sorgen“, macht Burger deutlich. „Das stößt viele Unternehmen vor den Kopf und löst kein einziges strukturelles Problem.“
Gleichzeitig fehlten im Entlastungspaket vergleichbare kurzfristig wirksame Entlastungsschritte für Betriebe und Unternehmen, etwa beim Solidaritätszuschlag. „Wir brauchen nachhaltige Entlastungen bei Energie- und Rohöl-Preisen und endlich einen sinnvollen Abbau von bürokratischen Hürden“, fordert Burger. „Unsere Betriebe können ihren Beitrag zu einem wirtschaftlich stabilen Standort nur leisten, wenn sie nicht über Gebühr belastet und ausgebremst werden.“ Hier müsse die Regierung endlich nachlegen.


