Eine Kanzlervisite mit klarer Botschaft: Merz auf der Grünen Woche
Friedrich Merz, der neue Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, besuchte auf der Grünen Woche die Schau der Ernährungsbranche. Der Anlass wirkte wie ein Signal der Annäherung, vor allem nachdem sein Vorgänger Olaf Scholz von der SPD nach Diskussionen um die Agrardiesel-Vergünstigungen auf Widerstand bei den Landwirten gestoßen war. Seit dem Jahresbeginn sind diese Subventionen jedoch wieder eingeführt.
Trotz der internationalen Lage gewährte Merz keinen längeren Aufenthalt an den Ständen für Spezialitäten, sondern konzentrierte sich auf Gespräche mit Vertretern der Landwirtschaft. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bauernpräsident Joachim Rukwied und einer Degustation von kleinen Tomaten und Snacks, folgte der Kanzler einer Tour zu verschiedenen Branchenverbänden. Besonders interessiert zeigte sich Merz an technologischen Erneuerungen in der Landwirtschaft, wie einer modernen Einzelkornsämaschine und einem Elektrotraktor mit Wechselbatterien. Die kleinen Momente abseits der geschäftigen Tagesordnung, wie das Streicheln des Jagdhundes Deutsch-Langhaar 'Ukki', lockerten den Besuch auf.
Kulinarische Höhepunkte blieben weitgehend aus, wie die Schaubäckerei, deren Mitarbeiter den Kanzler nur von ferne erblicken konnten. In der Halle des Bundesagrarministeriums, geleitet von Alois Rainer der CSU, wagte sich Merz lediglich an Salz mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er schloss seinen Rundgang mit dem Appell, die Landwirtschaft müsse zum Schutz der Ernährungssicherheit gestärkt werden. Der Besuch spiegelte die Bedeutung wider, die der Kanzler diesem Sektor beimisst.

