Ein Ende der Regulierungsflut gefordert: VÖB mahnt zur Mäßigung
In Reaktion auf den Regelungswust der vergangenen Jahre legt der Verband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) der Politik nahe, den Strom neuer Vorschriften für Banken endlich zu drosseln. Allein im Jahr 2025 wurden 434 neue Bestimmungen auf verschiedenen Ebenen – national, europäisch und international – eingeführt, die deutschen Kreditinstituten eine Vielzahl neuer Verpflichtungen auferlegen, so der VÖB. Seit der Finanzkrise 2008 summieren sich diese regulatorischen Anforderungen auf mittlerweile 6.233 neue Anordnungen.
Thomas Groß, der neue Präsident des VÖB und Vorstandsvorsitzender der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), unterstrich, dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Banken darunter erheblich leide. Er fordert daher einen 'mutigen Rückbau' all jener Anforderungen, die mehr schaden als nutzen, etwa durch Redundanzen oder übermäßige Detailverliebtheit.
Die bisherigen Ansätze zur Regulierungserleichterung bewertet Groß mit Skepsis. Diese Konzepte bringen Entlastungen oft nur dann, wenn sie im Gegenzug weitere Verschärfungen an anderer Stelle einführen, was für die Branche keine echte Lösung darstellt.

