Ein britischer Weg zum Frieden im Gazastreifen?
Der jüngste Friedensplan für den Gazastreifen bringt frischen Wind in die festgefahrenen Fronten des Nahost-Konflikts. Unter der Federführung der USA ist geplant, das Gebiet unter eine externe Verwaltung zu stellen. An vorderster Front wird hier der ehemalige britische Premierminister Tony Blair als eine Schlüsselfigur genannt. Dieses Modell erinnert an die historische Rolle der Briten in Palästina vor der Gründung Israels im Jahr 1948, als das Gebiet ähnlichem Schutz unterstand. Eine entscheidende Hürde bleibt jedoch die Haltung der Hamas. Die zentrale Frage: Werden die Anführer dieser Gruppe bereit sein, die Kontrolle abzugeben, oder gar ihre Waffen niederzulegen? Auch wenn es schwer vorstellbar erscheint, liegt doch Hoffnung in der möglichen Freilassung von Geiseln als erster Schritt. Das internationale Interesse an einem stabileren Gazastreifen ist hoch. Möglicherweise ebnet genau dieser federführende Ansatz den Weg, um das Gebiet nachhaltig zu befrieden. Ein neuartiges, internationales Unterstützungsmodell könnte den langersehnten Frieden näherbringen.

