Ein Alt-Handy-Schatz in deutschen Schubladen: Rückgang der ungenutzten Mobilgeräte
Der Digitalverband Bitkom hat in einer aktuellen Umfrage aufgedeckt, dass deutsche Haushalte noch immer auf einem wahren Schatz schlummern – allerdings in Form von ungenutzten Mobiltelefonen. Trotz eines Rückgangs auf 195 Millionen Geräte horten die Bürgerinnen und Bürger eine beeindruckende Zahl an ausgedienten Handys. Dies bedeutet immerhin einen Rutsch von dem Höchststand von 210 Millionen vor drei Jahren.
Die wiederverwendbaren Rohstoffe Gold, Silber und Seltene Erden, die in den Altgeräten verborgen sind, stellen einen bedeutenden Umweltaspekt dar. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder hebt hervor, dass die Geräte nicht in der heimischen Schublade verstauben sollten. Durch Weitergabe oder fachgerechtes Recycling lässt sich Elektroschrott vermeiden und Ressourcen werden geschont. Das Entsorgen der Geräte sollte in kommunalen Abfallsammelstellen erfolgen, wobei auch der Handel entsprechende Rücknahmeprogramme anbietet.
Interessanterweise besitzen 89 Prozent der über 16-jährigen Deutschen mindestens ein ungenutztes Handy, was in etwa 61 Millionen Personen entspricht. Besonders fleißige Horten haben ganze Sammlungen von drei oder mehr alten Mobilgeräten. Diese Zahlen verdeutlichen das Potenzial zur Reduzierung von Elektroschrott, insbesondere da der Trend seit 2012 stetig stieg.
Neben Recycling und Wiederverwendung bieten sich auch wohltätige Optionen an: Einrichtungen wie das Hilfswerk Missio nehmen alte Mobilgeräte als Spenden entgegen. Diese können entweder Bedürftigen zur Verfügung gestellt oder zur Finanzierung sozialer Projekte eingesetzt werden, ein Angebot, das sowohl der Umwelt als auch der Gesellschaft zugutekommt.

