Edel-Schokolade im Preisdruck: Lindt & Sprünglis exklusiver Weg
Lindt & Sprüngli, das renommierte Schweizer Unternehmen für hochwertige Schokolade, hat deutlich gemacht, dass es eine Kooperation mit den deutschen Discountgrößen Aldi und Lidl entschieden ablehnt. Vorstandsvorsitzender Adalbert Lechner verdeutlicht in einem Interview mit der 'Zeit', dass eine solche Zusammenarbeit unweigerlich in einen Preiskampf münden würde, der die eigene Marke beschädigen könnte. Der Schokoladenhersteller genießt in herkömmlichen Supermärkten Premiumplatzierungen, die der Marke die gebotene Präsentationsfläche bieten. In Discountern hingegen würden laut Lechner die Produkte zu Tiefstpreisen verschleudert. Anfragen an Aldi Nord, Aldi Süd und Lidl blieben ohne Stellungnahme. Gleichzeitig kämpfen Schokoladenproduzenten wie Lindt & Sprüngli, Mondelez mit der Marke Milka und Ritter Sport mit gestiegenen Rohkakaopreisen durch niedrige Ernten. Dies hat die Preise für Schokolade erheblich in die Höhe getrieben. Verglichen mit dem Jahr 2020 ist eine Tafel Schokolade um durchschnittlich 77 Prozent teurer geworden, was zu einem spürbaren Rückgang im Konsum führt, wie Marktforschungen von YouGov zeigen. Obwohl die Preise an Rohstoffbörsen zuletzt gefallen sind, bleiben sie weiterhin hoch im Vergleich zu früheren Jahren. Lechner gibt zu Protokoll, dass er nicht erwartet, dass Schokolade kurzfristig preiswerter wird, selbst wenn der Kakaopreis zurückgeht.

