EA Sports FC 26: Das Ultimate Team Chaos ist real – Wie ein 12-Cent-Glitch das ganze Spiel zerstört
Der Start von EA Sports FC 26 am 26. September hätte für viele Fans der Fußballsimulation ein Grund zur Freude sein sollen, doch stattdessen wurde er von einem Paukenschlag überschattet, der Schockwellen durch das Herzstück des Spiels sendet: den Ultimate Team Modus. Ein regionaler Preisfehler hat offenbar einen digitalen Dammbruch verursacht, der die Ökonomie des Spiels zu ertränken droht und unzählige ehrliche Spieler vor den Kopf stößt. Für jeden, der den Titel auf einer Konsole genießt, gibt es nun einen dringenden Rat, um sich vor dem Chaos zu schützen.
Die digitale Goldgrube: Ein Kommafehler mit fatalen Auswirkungen
Der Ursprung der Katastrophe liegt Berichten zufolge in einem simplen, aber verheerenden Kommafehler bei der regionalen Preisgestaltung. PC-Spieler in Indonesien stellten fest, dass sie Pakete mit 18.500 FC Points – die normalerweise mit rund 2 Millionen Rupiah zu Buche schlagen – für lächerliche 2.000 oder 20.000 Rupiah erwerben konnten. Dies entspricht einem Gegenwert von gerade einmal 12 Cent beziehungsweise 1,20 Euro für eine Ingame-Währung im Wert von über 100 Euro. Als die Nachricht von dieser digitalen Goldgrube die Runde machte, fanden findige Nutzer Berichten zufolge schnell einen Weg, diesen Fehler mittels VPNs zur Verschleierung ihrer IP-Adresse auch außerhalb der betroffenen Region auszunutzen.
Ein Scherbenhaufen namens Ultimate Team
Die Konsequenzen dieses Exploits sind verheerend und haben die Spielbalance von Ultimate Team aus den Fugen geraten lassen. Der Transfermarkt wurde mit Karten geflutet, die durch massenhaft und spottbillig erworbene Points gezogen wurden. Zahlreiche Spieler berichten in den sozialen Medien von einer wahren Flut an Beschwerden über unfaire Vorteile und ein völlig zerstörtes Matchmaking. Bereits wenige Stunden nach dem weltweiten Launch trafen sie auf nahezu unbesiegbare Star-Ensembles, die unter normalen Umständen erst nach Monaten intensiven Spielens oder erheblichen finanziellen Investitionen erreichbar wären. Dieses unkontrollierte Wettrüsten hat für viele die Freude am Spielstart in puren Frust verwandelt.
Die Notbremse ziehen: So schützt du dich auf der Konsole
Angesichts der aktuellen Situation ist es für Konsolennutzer ratsam, die Notbremse zu ziehen und die Crossplay-Funktion vorerst zu deaktivieren, sofern du nicht bereit bist, dich permanent mit diesen übermächtigen Kadern zu messen. Um dich vor dem Chaos abzuschotten, findest du den Weg dorthin direkt im Hauptmenü über die Option „EA Connect“ in der unteren rechten Ecke. Von dort aus navigierst du zu den „Social Settings“ und wählst den Punkt „Cross-play“ an. In den entsprechenden Einstellungen kannst du dann den Schalter bei „Cross-play Enabled“ einfach auf „No“ umlegen und bist vorerst sicher.
Schweigen bei EA und eine wichtige Ausnahme
Von offizieller Seite herrscht bislang ohrenbetäubendes Schweigen. Electronic Arts hat sich über seine üblichen Kanäle wie den EASFCDirect-Account auf X (ehemals Twitter) noch nicht zu den Missständen geäußert. Es bleibt daher unklar, ob der Publisher die fehlerhaften Transaktionen rückgängig machen wird oder kann, zumal die Rechtslage bei Preisfehlern, insbesondere unter Einbeziehung von VPNs, äußerst komplex ist. Eine gute Nachricht gibt es allerdings für einen Teil der Community: Besitzer der Switch und der kommenden Switch 2 können beruhigt aufatmen. Da die Nintendo-Versionen ohnehin kein Crossplay mit dem PC oder anderen Konsolen unterstützen, sind sie von diesem wirtschaftlichen Desaster gänzlich unberührt.

