Dutzende Terroristen im Gazastreifen getötet - Israel gerät international weiter in die Kritik
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in einer Militäroperation im Gazastreifen zahlreiche Terroristen getötet. Darunter sollen sich auch die Kommandeure befinden, die am Massaker am 7. Oktober in Israel beteiligt waren. Laut dem Militär wurden allein im Flüchtlingsviertel Al-Maghasi im Zentrum des Gazastreifens am Donnerstag 20 Terroristen von Soldaten ausgeschaltet. In Chan Junis im Süden des Gazastreifens griff die Armee ein Militärgelände der islamistischen Hamas an und tötete dabei sieben weitere Terroristen. Zusätzlich wurden Waffen beschlagnahmt. Unabhängige Quellen konnten die Angaben bisher nicht überprüfen.
Ausgelöst wurde der Gaza-Krieg durch einen verheerenden Terroranschlag der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen am 7. Oktober letzten Jahres, bei dem mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden dabei über 23.000 Menschen getötet.
Die hohe Anzahl an zivilen Opfern und die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen haben Israel international zunehmend in die Kritik gebracht. Am Donnerstag begann vor dem höchsten UN-Gericht in Den Haag eine Anhörung zu einer Klage, in der Südafrika Israel vorwirft, während des Gaza-Krieges systematisch völkermörderische Handlungen gegen die Palästinenser begangen zu haben. Vertreter Israels sollen am Freitag Stellung dazu nehmen. (eulerpool-AFX)

