Dürr übertrifft Erwartungen: Gewinn und Aktienkurs auf Höhenflug

Der Maschinenbaukonzern Dürr hat die eigenen Gewinnprognosen für das vergangene Jahr deutlich übertroffen. Mit einem Nettogewinn von rund 200 Millionen Euro konnte die Prognosebandbreite von 120 bis 170 Millionen Euro klar hinter sich gelassen werden. Diese erfreulichen Neuigkeiten wurden überraschend in Bietigheim-Bissingen auf Basis vorläufiger Zahlen bekannt gegeben. Die positive Entwicklung basiert sowohl auf einem florierenden Tagesgeschäft als auch auf einem höher als erwartet ausgefallenen Buchgewinn aus dem Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts Ende Oktober. Diese beachtlichen Ergebnisse blieben auch an der Börse nicht unbemerkt. Die Aktie von Dürr legte im frühen Handel am Mittwoch um über fünf Prozent zu.
Doch nicht nur der Nettogewinn, auch die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten konnte mit 5,6 Prozent die anvisierten 4,5 bis 5,5 Prozent übertreffen. Der Auftragseingang von knapp 3,9 Milliarden Euro entsprach den Erwartungen und bestätigte die solide Planung des Unternehmens. Obwohl der Umsatz mit 4,17 Milliarden Euro etwas unter den erwarteten 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro blieb, äußerte sich Analyst Philippe Lorrain von Bernstein Research lobend über die unerwartet starken Zahlen. Dürr übertraf beim Auftragseingang und bereinigten operativen Ergebnis die Marktprognosen, auch wenn der Umsatz hinter den Erwartungen lag. Erfreulich ist zudem, dass der freie Mittelzufluss voraussichtlich den oberen Bereich der angestrebten Spanne von 100 bis 200 Millionen Euro erreicht.
Auch die Nettofinanzverschuldung bewegt sich am unteren Ende der reduzierten Spanne von minus 75 bis minus 175 Millionen Euro. Der erfolgreiche Verkauf von 75 Prozent des Umwelttechnikgeschäfts an Stellex, der 250 Millionen Euro einbrachte, trägt zu dieser positiven Entwicklung bei. Steuerzahlungen aus dieser Transaktion stehen allerdings erst im Jahr 2026 an. Weitere Details zur erfreulichen Geschäftslage will Dürr am 5. März darlegen, mit der vollständigen Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 26. März.

