Dürr plant Effizienzsteigerung durch Stellenabbau in der Verwaltung
Der Maschinenbau- und Automobilzulieferkonzern Dürr hat eine Restrukturierungsmaßnahme angekündigt, die den Abbau von rund 500 Stellen in der Verwaltung vorsieht. Diese Entscheidung steht im Einklang mit dem Ziel des Unternehmens, die jährlichen Kosten um etwa 50 Millionen Euro zu senken und sich für die Zukunft schlanker aufzustellen.
Die finanziellen Entlastungen aus dieser Maßnahme sollen ab dem Jahr 2027 vollständig wirksam werden. Im zweiten Quartal enttäuschte die Nachfrage, was Dürr dazu bewegte, seine Prognosen für den Auftragseingang zu senken. Hauptverantwortlich für die Unsicherheiten bei der Kundschaft sind anhaltende Zollkonflikte.
Folglich verzeichnete das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang auf eine Milliarde Euro im Vorjahresvergleich, während die operative Marge vor Sondereffekten um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent fiel. Von Bedeutung ist auch der vor kurzem erfolgte Verkauf der Mehrheitsanteile des Umwelttechnikgeschäfts an den US-Finanzinvestor Stellex für etwa 250 Millionen Euro.
Diese Sparte, die unter anderem Anlagen für die Abluftreinigung in Industrieanlagen produziert, wurde bewusst ausgegliedert, um die Verwaltung effizienter an die neue Unternehmensgröße anzupassen. Der Geschäftsbereich erzielte 2024 einen Umsatz von 407 Millionen Euro und hat Anwendungen in der Chemie-, Pharma- und Automobilindustrie.

