Düngemittelbranche im Abwärtstrend: Kurskorrekturen bei K+S und Yara
Der Jahresbeginn verlief vielversprechend, doch die jüngsten Entwicklungen könnten den Optimismus der Anleger im Düngemittelsektor dämpfen. K+S erlebt nach einem Höhenflug im Januar eine deutliche Korrektur, die nun am Freitag für einen weiteren Rückgang sorgte.
Schuld an der Abwärtsbewegung ist auch die enttäuschende Performance des norwegischen Branchenkollegen Yara. Während Yara in Oslo um 5,2 Prozent an Wert verlor, gab K+S um 2,7 Prozent nach. Analysten sind sich einig: Die aktuellen Zahlen von Yara ließen zu wünschen übrig.
Angelina Glazova von JPMorgan zeigte sich besorgt über den schwachen Finanzmittelfluss. Priyanka Patel von der UBS wies darauf hin, dass das operative Ergebnis unterhalb der Erwartungen lag, während Citigroup-Analyst Sebastian Satz die enttäuschende Dividende kritisierte.
Ein weiteres Problem stellt der steigende Gaspreis dar, welcher verstärkt zur Herausforderung für europäische Produktionsunternehmen wird. Der Erdgaspreis am TTF-Terminkontrakt erreichte jüngst seinen höchsten Stand seit Oktober 2023, was Yara laut UBS-Expertin Patel zu höheren als erwarteten Kosten im ersten Halbjahr führen könnte.
In der Branche sorgen diese Entwicklungen für reichlich Gesprächsstoff und vermehrte Unsicherheit.

