Luftverkehr

Drohnensichtung: Flughafen Hannover für 45 Minuten gesperrt

06. November 2025, 11:51 Uhr · Quelle: dpa
Flughafen Hannover
Foto: Holger Hollemann/dpa
Flieger wurden teils umgeleitet oder konnten erst später landen. (Symbolbild)
Der Flughafen Hannover wurde nach einer Drohnensichtung vorübergehend gesperrt. Drei Flüge mussten umgeleitet werden, was die Risiken für den Luftverkehr unterstreicht.

Hannover (dpa) - Nach einer Drohnensichtung in der Nähe des Flughafens Hannover ist der Flugbetrieb dort am späten Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Der Flughafen sei am Mittwoch von 22.00 Uhr bis 22.45 Uhr gesperrt gewesen, nachdem ein Flieger im Landeanflug eine Drohne gesichtet und gemeldet habe, sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. Die Drohne flog nach ersten Erkenntnissen über ein nahe gelegenes Industriegebiet.

Drei Maschinen umgeleitet

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte, in dem Zeitraum seien aus Sicherheitsgründen keine Starts und Landungen zugelassen worden. Drei Flugzeuge wurden nach Angaben des Flughafens in Langenhagen bei Hannover umgeleitet. Eine der umgeleiteten Maschinen kam nach Angaben einer Flughafensprecherin aus Frankfurt, sie flog schließlich nach Hamburg statt nach Hannover. Eine weitere Passagiermaschine kehrte zurück nach Amsterdam und eine Frachtmaschine wurde zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet.

Erst am Sonntagabend war in der Nähe des Flughafens Bremen eine Drohne beobachtet worden. Der Flugbetrieb wurde daraufhin für eine knappe Stunde ausgesetzt. Am Freitagabend war der Berliner Flughafen BER für rund zwei Stunden wegen einer Drohnensichtung gesperrt worden.

Drohnen sind großes Sicherheitsrisiko

Besonders in der Umgebung von Flughäfen sind Drohnen in der Luft ein großes Sicherheitsrisiko. Sie sind in Airport-Nähe in einem Radius von 1,5 Kilometern verboten, weil sie Starts und Landungen gefährden könnten. Wenn sie dennoch in diesen Gebieten geflogen werden, kann das als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr bestraft werden. Gefängnisstrafen von bis zu zehn Jahren seien möglich, sagte die DFS-Sprecherin.

Seit Jahren gebe es immer wieder Drohnenflüge in Flughafennähe, sagte sie. «Drohnen können die An- und Abflüge gefährden, daher reagieren wir immer sofort: Sobald uns eine Drohnensichtung bekannt wird, erteilt unser Tower nur noch Freigaben für den nicht betroffenen Bereich des Flughafens.» Im Extremfall würden An- und Abflüge ganz eingestellt. Piloten würden über gesichtete Drohnen informiert. Die meisten Drohnen würden von Piloten selbst gemeldet - oder von Bürgerinnen und Bürgern.

Hannover und Bremen immer wieder betroffen

Immer wieder stören Drohnen auch unter anderem den Betrieb an den Flughäfen in Bremen und Hannover. Bis Ende August hatte die Deutsche Flugsicherung in diesem Jahr jeweils vier Behinderungen durch unbemannte Fluggeräte verzeichnet, wie aus einem Drohnen-Report hervorgeht.

Luftverkehr / Innere Sicherheit / Deutschland / Niedersachsen
06.11.2025 · 11:51 Uhr
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