Drohnenangriff und Raketenbeschuss verschärfen Situation vor Friedensgesprächen
In der südukrainischen Stadt Saporischschja hat ein russischer Drohnenangriff tragische Folgen hinterlassen. Nach Angaben des Gebietsgouverneurs Iwan Fedorow kamen dabei zwei junge Zivilisten, ein Mann und eine Frau, jeweils 18 Jahre alt, ums Leben. Acht weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt. Neben den Drohnen wurden auch Lenkbomben auf die Stadt abgeworfen, was den Druck auf die ukrainischen Verteidigungskräfte weiter erhöhte.
Spannungen herrschen auch in Russland, wo die ukrainischen Streitkräfte mit Raketenbeschuss für einen Stromausfall in der nahe der Grenze gelegenen Stadt Belgorod sorgten. Berichten zufolge wurden zwei Umspannwerke getroffen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen der Infrastruktur führte. Der russische Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bestätigte die Schäden über das soziale Netzwerk Telegram und sprach von Angriffen auf wichtige Infrastrukturobjekte.
Diese Eskalationen ereignen sich nur kurz vor einem geplanten Treffen zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands, das unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi stattfinden soll. Ziel der Gespräche ist es, mögliche Wege zu einem Ende des schon fast vier Jahre andauernden Konflikts auszuloten. Beide Seiten stehen unter internationalem Druck, eine friedliche Lösung zu finden, während die Gewalt vor Ort unvermindert anhält.

